Hüter des Materials: Wichtige Zahnräder im TW-Uhrwerk

Kümmern sich bei der TW um das Material - Ferdinand Blaschke (v. r.), Horst Plieske und Jens Bierfreund. Foto: Katrin Heidemann

Sie sind bei der Travemünder Woche die Hüter über das Material für die Regattabahnen, das Gelände rund ums Regattabüro sowie die TW-Campingplätze. Das Motto ihres Teams lautet: „Wir wollen, dass sich die Segler wohlfühlen und nach der TW sagen, dass es für sie eine tolle Woche war.“ Das Team um Ferdinand Blaschke kümmert sich seit Jahren bei der TW von morgens bis abends auf beiden Seiten der Trave um alle Materialfragen.

„Wir bestücken die gesamte TW materialmäßig, von den Sponsorenflaggen bis hin zur Ausstattung der Wettfahrtleiter mit Flaggen, Tonnen, Ankern und Funkgeräten. Die kleineren Gegenstände verwahren wir in unserem Container, die großen Dinge, wie die Tonnen und Gewichte, auf der Wiese nebenan“, erklärt Ferdinand Blaschke, der in TW-Kreisen besser als Ferdi bekannt ist.

Seit Jahrzehnten wird er im Team von Horst Plieske unterstützt, der sich früher beruflich bei der Stadt Lübeck um die Sportstätten gekümmert hat und seit fast 40 Jahren bei der Travemünder Woche mithilft. „Wir sind hier eine super Truppe. Natürlich ist es manchmal auch anstrengend, aber das Zusammenarbeiten bei der TW macht jedes Mal riesig Spaß“, sagt Plieske. Über 70 verschiedene Nationalflaggen hätte das Materialteam im Container eingelagert. Während der Travemünder Woche schmücken die Helfer die historische Viermastbark „Passat“ damit. Daneben hat Plieske auch immer ein Auge auf die Tonnen für die Regattabahnen: „Die Tonnen müssen täglich an Land zurückgebracht werden, damit wir sehen, ob sie noch genug Luft haben oder eventuell geflickt werden müssen.“ Ordentlich sortiert nebeneinander liegen auf der Tonnenwiese alle Utensilien, die sich die Tonnenleger vor den Regatten abholen.

Als weitere Helfer gehören Torsten Gladow, Lothar Beese und Jens Bierfreund zu Ferdi Blaschkes Team. Auf dem Außenposten am Priwall sind zwei weitere Teammitglieder im Einsatz: Holger Bull als Ansprechpartner bei allen Materialfragen auf dem anderen Traveufer sowie Jürgen Kowitz, der als „Beach Master“ für die Strandfläche zuständig ist, auf der die Segler ihre Booten liegen haben. „Das Wohl der Segler liegt uns am Herzen“, sagt Bull über seinen Einsatz bei der TW.

Für Ferdinand Blaschke ist der Einsatz bei der TW nicht mit dem Ende der Segelwoche vorbei: „Nach der Travemünder Woche ist vor der Travemünder Woche. Das trifft für mich zu. Ich bin rund ums Jahr geringfügig beim Lübecker Yacht-Club beschäftigt, als eine Art Hausmeister für die drei Clubheime des Vereins. Außerdem statte ich die weiteren kleineren Regatten des LYC mit Material aus.“ Schon am Wochenende vor der TW bereitet er die Campingplätze für die Segler vor. Danach gelte es, die Büros im Regattahaus vorzubereiten. Seit vier Jahren organisiert er außerdem einen Grillabend für 60 bis 70 Personen des Regattahaus-Teams. Über die Zeit während der Travemünder Woche sagt der Lübecker: „Das ist immer eine schöne Woche in einem tollen Team.“ Wenn die Travemünder Woche morgen zu Ende geht, gibt es für den Materialwart weiterhin allerhand zu tun. „Die größte Aufgabe kommt noch: Das Ausräumen der Büros und das Aufräumen des Geländes in den Tagen nach der TW. Aber teilweise unterstützen dabei Mitarbeiter der Stadt.“

In einem Punkt sind sich die Materialverwalter einig. Auf die Frage, ob sie selbst auch Segler sind, kommt schnell einstimmig die Antwort: Ein lautes Nein. Fußball oder Schwimmen wären eher ihre Sportarten. Aber das Mithelfen bei der Segelveranstaltung wäre trotzdem immer schön. 

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