Kontinuierliche Arbeit zahlt sich aus

Die Travemünder Woche 2023 bot für die rund 1500 Seglerinnen und Segler in 500 Booten eine breite Palette an Wind- und Wetterbedingungen. Der schnelle Wechsel von Flaute und stürmischen Böen, von heftigen Schauern und Sonne mit thermischen Einflüssen forderte von den Wettfahrtleitungen auf den zehn Regattabahnen schnelles Agieren und Gespür für die Wetterentwicklungen.

Gesamtwettfahrtleiter Anderl Denecke stellte seinen Teams auf den Bahnen ein gutes Zeugnis aus, diese Herausforderungen gemeistert zu haben: „Ein Wetter mit diesen schnell wechselnden Bedingungen habe ich in Travemünde selten erlebt. Aber wir haben für alle Regatten – vor allem für die Meisterschaftsklassen – viele Wettfahrten segeln können, so dass wir ein starkes Programm geboten haben. Es wurden damit sehr würdige Meister auf globaler, europäischer und deutscher Ebene gekürt. Die Wettfahrtleiter-Teams auf den Bahnen haben wirklich alles rausgeholt aus den Möglichkeiten.“ Dass dabei auch mal einzelne Wettfahrten aufgrund der Windänderungen abgebrochen werden musste, liege in der Natur der Sache. „Am Ende haben sich aber die besten Athleten durchgesetzt. Natürlich gibt es immer mal einzelne Segler, die mit Entscheidungen nicht zufrieden sind. Insgesamt herrscht große Zufriedenheit, wir haben viel Dank von den Trainern bekommen.“

Die gute Arbeit auf dem Wasser führt Anderl Denecke auch darauf zurück, dass die Teams immer besser eingespielt sind: „Wir setzen seit Jahren auf Kontinuität in den Wettfahrtleiter-Crews. Es haben sich Teams gefunden, die beständig zusammenarbeiten. Die Kooperationen des Lübecker Yacht-Club mit dem NRV Hamburg und dem Zürcher Yacht-Club als gemeinsame Veranstalter zahlen sich aus.“

Eine hohe Qualität attestierte Denecke auch den Sportlern: „Bei den Junioren-Weltmeisterschaften der 49er und 49erFX hatten wir Top-Leute am Start, von denen einige nach Den Haag zur WM der Elite weiterreisen. Die Flotte der Formula 18 ist zur WM nicht ganz so homogen, aber an der Spitze hatten wir Athleten mit Olympia-Erfahrung. Und auch bei den Worlds der J/22 wurde hochklassiger Sport geboten, auch wenn der Fokus der Flotte durchaus auf einer guten Gemeinschaft und nicht nur auf der Regatta liegt.“

Ein kleiner Wermutstropfen zur TW war die schwache Beteiligung bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft auf der Seebahn. „Für die Zukunft sollte man überlegen, ob nicht nur die anspruchsvolle Formel ORC international zum Einsatz kommt, sondern auch die vereinfachte Formel ORC club. Dann ist das Potenzial für Starterfelder größer. Der Ball dafür liegt beim der Klassenvereinigung und dem Ausschuss für Seesegeln beim DSV“, so Denecke.

Inzwischen geht der Blick schon auf die kommende Travemünder Woche, für die mit verschiedenen Klassenvereinigungen über die Ausrichtungen von hochklassigen Meisterschaften gesprochen wird.

Travemünder Woche Regatta und Festival
Rechte Hand von Anderl Denecke im Race Office ist Philipp Dörges, der die Schaltzentrale für die Informationen von den einzelnen Bahnen bildet.. Foto: segel-bilder.de


 

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