Volksbank Rotspon Cup: Match-Race zwischen Daniel Günther und Jan Lindenau

Ein Sieg, eine Niederlage, ein Unentschieden: So lautet die Bilanz von Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau im Volksbank Rotspon Cup, dem Match Race Duell des Lübecker Verwaltungschef gegen einen Landespolitiker aus Kiel. Um Lindenaus ausgeglichener Statistik einen Dreh in die positive Richtung zu geben, ist nun ein Sieg gegen den Ministerpräsidenten nötig. Denn für die 18. Auflage des Rennens hat sich erstmals Daniel Günther angekündigt.

Bereits 2017, kurz nach seinem Amtsantritt an der Landesspitze, hatte Günther zur Eröffnung der 128. Travemünder Woche angekündigt, sich gern selbst der Segelherausforderung stellen zu wollen. Terminüberschneidungen und auch der coronabedingte Ausfall von zwei Ausgaben machten dem Auftritt der Ministerpräsidenten in der Trave bisher aber einen Strich durch die Rechnung. Nun aber steht er bereit für das Duell.

„Ich freue mich, in diesem Jahr beim Volksbank Rotspon Cup gegen den Lübecker Bürgermeister Jan Lindenau antreten zu können. Ich bin ja schon häufig bei der Travemünder Woche gewesen, aber der Rotspon Cup ist eine Premiere für mich. Daher vertraue ich auf ein gutes Team, auf guten Wind und auch auf ein Quäntchen Anfängerglück. Es wird sicher eine spannende Erfahrung, auf den historischen Yachten vor der Kulisse Travemündes zu segeln. Nachdem zuletzt Innenministerin Sütterlin-Waack und Finanzministerin Heinold beim Rotspon Cup angetreten sind, hoffe ich, ein gutes Ergebnis für die Landesregierung zu holen!”, sagt Daniel Günther.

Travemünder Woche Regatta und Festival
Zu den Eröffnungsfeiern der Travemünder Woche war Ministerpräsident Daniel Günther schon vertreten, nun tritt er auch im Match-Race des Volksbank Rotspon Cups an. Foto: segel-bilder.de

Dass es beim Volksbank Rotspon Cup nicht nur um den Gewinn der Magnum-Flasche Lübecker Rotspon geht, sondern auch um großes Prestige, zeigte sich im vergangenen Jahr: Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack äußerte vor dem Rennen die Hoffnung, mehr oder weniger mitsegeln zu können. Doch Jan Lindenau stellte klar: „Hier wird hart gekämpft!“ Auf dem Wasser kam es dann zu einem überraschenden Ausgang. Nach zwei Wettfahrten mit verteilten Siegen, reichte die Zeit auf der Trave wegen der durchgehenden Berufsschifffahrt nicht mehr für das Entscheidungsrennen. So gab es erstmals in der Geschichte des Volksbank Rotspon Cups ein Remis.

Zuvor hatte Bürgermeister Jan Lindenau gegen den ehemaligen Innenminister Hans-Joachim Grote gewonnen, und bei der 130. Travemünder Woche eine Niederlage gegen Finanzministerin Monika Heinhold kassiert.

Lindenaus Vorgänger im Bürgermeisteramt, Bernd Saxe, hatte den Rotspon Cup 2004 ins Leben gerufen. Er gilt als Revival der Ursprungsregatta der Travemünder Woche, als 1889 die Hamburger Kaufleute Hermann Wentzel und Hermann Dröge vor Travemünde um die Wette segelten. Der Sieger erhielt damals eine Flasche Lübecker Rotspon.

In der 134. Ausgabe der Travemünder Woche stehen wieder die spektakulären historischen Zwölfer-Yachten für das Bürgermeisterrennen bereit. Die „Trivia“ aus Kiel und die „Sphinx“ aus Flensburg haben bereits in Travemünde festgemacht und warten auf ihren Einsatz. Beide Yachten stammen aus der großen Zeit der mR-Yachten, wurden 1937 („Sphinx“) und 1939 („Trivia“) gebaut. In den vergangenen Jahren lieferten sie sich nicht nur in der Trave, sondern auch bei Weltmeisterschaften packende Duelle und waren immer für Spitzenplatzierungen gut. Als Skipper wird beim Bürgermeister-Rennen Eigner Wilfried Beeck die „Trivia“ steuern. Eigner und Skipper der „Sphinx“ ist Jochen Frank.

Um den Sieg beim Volksbank Rotspon Cup wird im Match-Race-Modus gesegelt. Mindestens zwei, maximal drei Rennen entscheiden darüber, wer die Sechs-Liter-Flasche Rotspon mit nach Hause nehmen darf. Ab 11 Uhr beginnen die Vorbereitungen an der Seebrücke, gegen 11.30 Uhr gehen Jan Lindenau und Daniel Günther an Bord. Der Startschuss zum ersten Rennen fällt um 12 Uhr.

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