Regatta News

Motorbootfahrer und Filmemacher bilden zur TW ein Team. Foto: Katrin Heidemann

Gute Bilder verlangen Erfahrung und Gespür

Nicht nur die Segler gehen bei der Travemünder Woche täglich aufs Wasser. Auch zahlreiche Medienvertreter fahren mit Pressebooten zu den Regattabahnen, um das Segelgeschehen mit der Foto- oder Fernsehkamera festzuhalten. Möglich machen das  rund eine Handvoll Bootsführer, die ausschließlich für die Presse zur Verfügung stehen.

Anderl Denecke hat sich bestens in die TW-Verantwortung eingefügt. Foto: segel-bilder.de

TW-Verantwortung ist wie ein Bad im warmen Wasser

Mit Andreas „Anderl“ Denecke hat die Travemünder Woche in diesem Jahr einen neuen Gesamtwettfahrtleiter (Principal Race Officer, PRO). Der 47-Jährige vertritt Brian Schweder, der aufgrund der Erkrankung seines Sohnes familiär gefordert ist. Denecke hat die nötige internationale Lizenz, um ein Großevent wie die Travemünder Woche leiten zu dürfen. Schon in den vergangenen Jahren war er als Wettfahrtleiter – vor allem der Bundesliga – zur TW aktiv. Bei anderen großen Regatten wie diversen Deutschen Meisterschaften sowie der Traunseewoche in Österreich hat der Sanierungsexperte in einer Schweizer Bank sein Geschick für die Leitung hochrangiger Regatten bewiesen. Die TW ist aber das bisher größte Event in verantwortlicher Position für Denecke. Nach vier TW-Tagen kann er eine 100-Stunden-Bilanz seiner Amtszeit vorlegen.

Tobias Schadewaldt feierte mit seinen Teamkollegen den Sieg vor Travemünde. Foto: segel-bilder.de

Hamburg ist absolute Bundesliga-Spitze

Der Segelsport folgt den Spuren des Fußballs und wandelt mit der Segel-Bundesliga doch auf ganz eigenen Pfaden. Denn während im großen Vorbild der Norden aktuell keine Rolle spielt, ist er beim Segeln absolute Spitze. Beim dritten Act der aktuellen Saison im Rahmen der Travemünder Woche eroberte der NRV Hamburg die Tabellenspitze in der Ersten Liga zurück und schwenkte damit ein auf Kurs Titelverteidigung. Auch in der Zweiten Liga gibt Hamburg durch den Tabellenführer Mühlenberger SC den Ton an.

Uwe und Juliane Barthel genießen die gemeinsam Zeit zur Travemünder Woche. Foto: segel-bilder.de

Familien-Zusammenführung auf dem Mövenstein

Die Travemünder Woche ist für einige Segler nicht nur eine spannende Regattawoche, sondern auch ein Familientreffen. Genauso geht es dem Tochter-Vater-Gespann Juliane und Uwe Barthel vom Segel-Club Dümmer. Die in Marburg lebende Juliane Barthel startet in der Bootsklasse RS Aero, ihr Vater aus Osnabrück bei den Finns.

Schöne Sommerbilder liefern die Segler derzeit zur Travemünder Woche. Foto: segel-bilder.de

Spätschicht auf der Lübecker Bucht

Die Hitze hat Schleswig-Holstein fest im Griff – so sehr, dass es für Dienstag sogar eine Hitzewarnung der Wetterdienste gibt. Doch hitzefrei ist für die Athleten nicht drin. Immerhin durften sie am heutigen Montag lange Siesta halten, da die Mittagshitze jede Aktivität und auch den Wind erdrückte. Wie von den Wetterprofis von WetterWelt angekündigt, setzte sich dann am späten Nachmittag noch eine Seebrise durch, so dass alle zehn Klassen noch auf den Kurs gingen. Damit gelang auch der Einstieg in die Meisterschaften, denn so wohl der Laser-Nachwuchs mit den Deutschen Jugendmeisterschaften in zwei Disziplinen (Laser 4.7 und Laser Radial) als auch die Vaurien mit ihrer Weltmeisterschaft und die Flying Junior mit der EM starteten in ihre Titelkämpfe.


Die "Akka" holte sich den Gesamtsieg der ORC-Yachten. Foto: segel-bilder.de

Kurzrennen mischte Seebahn-Wertung kräftig durch

Kurzarbeiter auf der Seebahn: Das erste Wochenende der Travemünder Woche ist traditionell als Mittelstrecken-Regatta für die Yacht-Crews ausgeschrieben. Im scheinbar unendlichen Sommer anno 2018 bekamen die Mannschaften aber zwischenzeitlich hitzefrei, so dass am Ende der zwei Tage lediglich eine kurze Mittelstrecke und eine Up-and-Down-Wettfahrt standen – immerhin. Denn so konnten nach zwei Wettfahrten die ersten Sieger der TW im 129. Jahr gekürt werden.

Der NRV führt das Erstliga-Feld an. Foto: segel-bilder.de

Hamburg dominiert die Segel-Bundesliga

Die Bundesliga-Segler erwiesen sich in den beiden Tagen mit schwierigen Windbedingungen vor Travemünde als fleißige Bienchen. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag harrten sie lange auf den Bahnen aus, um ein volles Programm in die Liste zu bekommen. Und die Beharrlichkeit von Wettfahrtleitung und Akteuren zahlte sich aus. Zwölf der geplanten 15 Flights sind gesegelt. Damit ist eine faire Wertung für den dritten Act der aktuellen Saison bereits gesichert. Der Montag ist somit fast ein Schaulaufen für die besten Mannschaften.

Fabian Lemmel führt das Feld der Finns souverän an. Foto: segel-bilder.de

Kompaktes Programm nach der Gewittergefahr

Schwer wie eine Bleischürze legte sich die schwüle Sommerhitze an Regattatag zwei der Travemünder Woche über der Lübecker Bucht und machte den Regattasport zu einem schwierigen Geschäft. Nach einer Startverschiebung am Vormittag – lediglich die Segel-Bundesliga lief zum Start aus, beorderte Gesamtwettfahrtleiter Andreas Denecke die Flotten am Mittag auf die Bahn, um gegen 13 Uhr starten zu können.

Dirk Gramkow verbringt den Sommer in Europa. Foto: segel-bilder.de

Zur Sommerfrische an die Ostsee

Als Vertreter eines Vereins aus Muscat im Oman (Ras al Hamra Sailing Club), aber mit deutschen Wurzeln tritt Dirk Gramkow bei der Travemünder Woche an. Der 53-Jährige nutzt seinen mehrwöchigen Ausflug zu Regatten in Europa, um dem heißen Sommer auf der arabischen Halbinsel zu entfliehen.


Zwischenzeitlich hatten die Yachten gute Bedingungen bei ihrer verkürzten Mittelstrecke. Foto: segel-bilder.de

Auf verkürztem Kurs über die Seebahn

Zum ersten Tag der Travemünder Woche wurden die Frühstarter zu Spätstartern. Die Seesegler und die Wettfahrtleitung um Uwe Wenzel waren am frühen Samstagmorgen zwar bestens vorbereitet, aber der Wind brauchte noch etwas, um auf Touren zu kommen. So hing zum geplanten Auftakt der Travemünder Woche zunächst der AP-Wimpel als Zeichen der Startverschiebung am Fahnenmast. Gegen Mittag hatte sich aber eine leichte Brise mit neun Knoten in Böen aufgebaut, und die Flotte konnte auf den Kurs geschickt werden.



Die Finns segelten zwei Rennen und das Trave Race. Foto: segel-bilder.de

Mit neuem Mast an die Spitze

Leichte und drehende Winde, aber durchaus Bedingungen für einen erfolgreichen ersten Segeltag prägten das Bild auf der Jollenbahn zum Start in die Travemünder Woche. Die olympischen Finn Dinghys und die drei RS-Klassen segelten zwei (Finns) bzw. drei Wettfahrten. Und an den Spitzen der Klassen präsentierten die Athleten zum Teil herausragende Leistungen.


Herzlich wurden die internationalen Segler zur Travemünder Woche begrüßt. Foto: segel-bilder.de

Multikulturelles Treffen von 24 Nationen

Mit Teilnehmern aus 24 Nationen, die von allen Kontinenten nach Travemünde gereist sind, bringt die 129. TW ein multinationales Feld der Extraklasse an den Start. Und alle Teilnehmer sollen sich entsprechend gut aufgehoben fühlen bei der weltschönsten Regatta. Daher wird ihnen natürlich mit den entsprechenden Landesflaggen ein Stück Heimat geboten.



Zwölf Angolaner sind zur WM nach Travemünde angereist. Foto: Katrin Heidemann

Segelspaß auf angolanisch

Herzliches Lachen erklingt zwischen den großen Kuppelzelten am Travemünder Grünstrand. Sätze auf Portugiesisch fliegen am Frühstückstisch hin und her. Eine große Nationalflagge in Gelb auf schwarzem und rotem Grund hängt an einem der Zelte. Das Segelteam aus Angola hat sich gut bei der Travemünder Woche eingelebt und machte sich gestern bestens gelaunt auf den Weg zur Vermessung der Boote für die World Championships der Bootsklasse Vaurien.


Die Seeregatten staren am Samstag um 10 Uhr. Foto: segel-bilder.de

Mit dem Seesegeln starten die TW-Regatten

Die schönste Regattawoche der Welt ist in diesem Jahr bereits 129 Jahre alt, aber jung wie am ersten Tag. 1889 feierte die Travemünder Woche ihre Premiere – auch wenn sie damals noch nicht so hieß. Die Hamburger Kaufleute Hermann Wentzel und Hermann Dröge segelten vor Travemünde um die Wette. Der Sieger erhielt eine Flasche Lübecker Rotspon. Dieses Rennen gilt als Ursprung des Segelevents und wird durch das Bürgermeisterrennen am Mittwoch, 25. Juli, aber auch durch die Seeregatten hochgehalten.

Im Stil der Segel-Bundeslioga geht auch die Youth Sailing Champions League auf die Bahn. Foto: segel-bilder.de

Welt-Premiere der Junioren-Champions-League zur TW

Die Travemünder Woche und die Jugend – das ist eine enge Verbindung. Im vergangenen Jahr richteten der Lübecker Yacht-Club und seine beiden Mitausrichter aus Hamburg, der NRV und der HSC, bereits zum zweiten Mal die Deutschen Jugendmeisterschaften als Kompaktevent aller Meisterschaftsklassen aus. Und in diesem Jahr kommen internationale Juniorenteams, um bei der Weltpremiere der Youth Sailing Champions League zu beweisen, dass sie für die kommenden Jahre fit sind für einen Einsatz bei den Liga-Events der Senioren.

Die Laser sind mit den Nachwuchsklassen beständige Gäste bei der TW. Foto: segel-bilder.de

Deutsche Titelkämpfe mit internationaler Gästeschar

Mit vier Meisterschaften auf nationaler Ebene komplettiert die Travemünder Woche neben der WM der Vaurien und der EM der Flying Junior ihr Meisterschaftsprogramm in diesem Jahr. Für die jugendlichen Laser-Segler ist es bereits das fünfte Mal in Folge, dass sie ihre Deutschen Jugendmeister in den Klassen 4.7 und Radial ermitteln. Auch die Varianta-Segler sind mit ihrer Deutschen Meisterschaft Wiederholungstäter zur Travemünder Woche. Eine Premiere feiern dagegen die 5.5mR-Yachten mit ihren German&Dutch Open.

 

Die RS-Boote sind ideal für den inklusiven Einsatz. Foto: segel-bilder.de

Sail United bietet inklusiven Wassersport

Die Travemünder Woche setzt auf inklusiven Wassersport. Am zweiten Wochenende (27. bis 29. Juli) wird der Lübecker Verein Sail United inklusiven Wassersport für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit geistiger oder körperlicher Behinderung anbieten. Die Teilnehmer werden in dieser Zeit in kleinen Gruppen eingewiesen und zum Abschluss in gemischten Teams eine kleine Regatta segeln. Mit dabei ist auch Heiko Kröger, zweimaliger Paralympics-Medaillengewinner.

Das Bürgermeister-Duell bleibt fester Bestandteil der TW. Foto: segel-bilder.de

Ein Duell mit Strahlkraft

Innovationen aufgreifen und Traditionen pflegen – das sind die Zutaten eines Events mit Strahlkraft weit über die Region heraus. Entsprechend nimmt die Travemünder Woche nicht nur neue, frische Klassen in ihr Programm auf, sondern hält auch an dem Bewährten fest. Seit 2004 gehört die Regatta des Lübecker Bürgermeisters gegen einen Politikerkollegen um den Volksbank Rotspon Cup zu den Höhepunkten der zehn Tage von Travemünde. Und dieses Duell wird auch nach der Übergabe des Bürgermeister-Amtes von Bernd Saxe, dem Initiator dieses Rennens, an seinen Nachfolger Jan Lindenau fortgesetzt.

Die Vaurien kommen mit einem 65 Boote starken Feld zur WM. Foto: KV

Leistungsschau der Vaurien zur TW

Ist der Weg frei für einen deutschen Erfolg bei der Weltmeisterschaft der Vaurien vor Travemünde? Im vergangenen Jahr stürmte der deutsche Klassenpräsident Peter Lakshmanan als Dritter das Podium, jetzt hat er ein neues Boot, und der italienische Weltmeister von 2017 hatte zumindest bis Ende Juni noch nicht gemeldet.

Die FJ kommen nach Jahrzehnten der Abstinenz wieder zur TW. Foto: KV

FJ feiert Ostsee-Comeback mit EM

Mit der EM vor Travemünde gibt die FJ-Klasse nach vielen Jahren ein Comeback auf der Ostsee. „Es ist schon einige Jahrzehnte her, dass wir zur Travemünder Woche waren. Aber das Event ist eine gute Plattform, um die Klasse mal wieder über den regionalen Raum hinaus zu präsentieren“, sagt die deutsche Klassenvorsitzende Eileen Abert.

Seite 2 von 5