Regatta News

Mats Ole Krüss/Tobias Ridder sicherten sich den IDJüM-Titel der Teenys. Fotos: segel-bilder.de

Dickes Ausrufezeichen hinter einer tollen TW

Mit einem tollen Segeltag zum Abschluss setzte die Travemünder Woche ein dickes Ausrufezeichen hinter eine gelungene Woche mit 22 Wettbewerben, bei der zehn Entscheidungen auf deutscher und europäischer Ebene gefällt wurden. Zum Finale durften sich die Italiener Nonnis Leonardo und Federico Quaranta über die EM-Titel im O'pen Skiff freuen, die Teenys kürten Mats Ole Krüss/Tobias Ridder zu den neuen Deutschen Jüngstenmeistern.


Bei einer umjubelten Siegerehrung nahmen die Top-Drei der ersten Deutschen Meisterschaft in der Disziplin Offshore Double Handed die Trophäen entgegen. Foto: segel-bilder.de

„Ein Traum“ für die Crew der „Halbtrocken“

Mit einer Punktlandung brachten die Teilnehmer der Meisterschaftspremiere in der Disziplin Offshore Double Handed ihren deutschen Titelkampf zum Abschluss. Vier Wettfahrten mussten die Zwei-Personen-Crews auf der Lang- und Mittelstrecke über den Kurs bringen, um einen offiziellen Meister nach der Meisterschaftsordnung des DSV küren zu können. Zum Finaltag mussten daher unbedingt noch zwei Rennen gesegelt werden. Aber Wettfahrtleiter Uwe Wenzel machte es möglich: Auf einem verkürzten Kurs schickte er die Flotte bei schönsten Bedingungen durch die Lübecker Bucht und rechtzeitig zum Abschluss der 130. Travemünder Woche ins Ziel. Natürlich vor allem zur Freude von Knut Freudenberg und Nils Reichert (Flensburg), die sich mit der „Halbtrocken“ in die Geschichtsbücher des DSV eintrugen. Sie sind die ersten Deutschen Meister in der neuen Disziplin.

Der Oberste Wettfahrtleiter Anderl Denecke freute sich über ein tolles Segelprogramm zur Travemünder Woche. Foto: segel-bilder.de

Perfektes Segelprogramm, glückliche Athleten

Neun Tage Segelsport der Extraklasse bei Sonne satt und wenig Regen, Wind für alle Gewichts- und Leistungsklassen von leicht bis deftig, ein kompaktes Programm in den 22 Wettbewerben, zufriedene Segler und stimmungsvolle Ehrungen der Sieger: Das Abschlussgespräch mit dem Sportlichen Leiter der Travemünder Woche, Jens Kath, und dem Obersten Wettfahrtleiter Anderl Denecke war geprägt von einem Strahlen in den Gesichtern der Regattaverantwortlichen, die aber nicht ihren kritischen Blick auf das Geschehen verloren.

Julian Hoffmann setzte sich am Abschlusstag der Laser Radial souverän durch. Foto: segel-bilder.de

Schweckendiek, Hoffmann und Grau gewinnen Meistertitel

Das Skandinavien-Hoch mit der Dauersonne über Norddeutschland fordert seinen Tribut: Ein kräftiger, später sogar stürmischer Wind aus Nordost reduzierte das Programm auf den Regattabahnen der Travemünder Woche am vorletzten Tag. Für die F18-Katamarane, die Kielzugvögel und die 12' Dinghys ging nichts auf der Bahn und der jüngere Jahrgang der O'pen Skiff (U13) wurde nach einer von zwei geplanten Wettfahrten wieder an Land geschickt. Für die anderen Klassen ging es indes rasant über den Kurs. Abschied von der 130. Veranstaltung der Segelwoche nehmen fünf Klassen. Die J/70 und die Laser-Jugend (4.7 und Radial) kürten dabei ihre Meister.

Anspruchsvolle Bedingungen gab es für die Seesegler bei der IDM Offshore Double Handed. Foto: segel-bilder.de

„Milou“ zeigt ihr Potenzial

Einen Sprint statt einer Mittelstrecke legten die Crews des Ostsee-Cups und der Deutschen Meisterschaft in der neuen Disziplin Offshore Double Handed hin. Statt der geplanten 35 Meilen ging es über 15. „Die Bedingungen waren zu dem Zeitpunkt gut, aber anspruchsvoll mit 28 Knoten Wind. Aber die Vorhersage war so, dass es auf 35 Knoten Windgeschwindigkeit hochgehen sollte mit weiter wachsendem Wellenpotenzial“, berichtete Wettfahrtleiter Uwe Wenzel.

Kümmern sich bei der TW um das Material - Ferdinand Blaschke (v. r.), Horst Plieske und Jens Bierfreund. Foto: Katrin Heidemann

Hüter des Materials: Wichtige Zahnräder im TW-Uhrwerk

Sie sind bei der Travemünder Woche die Hüter über das Material für die Regattabahnen, das Gelände rund ums Regattabüro sowie die TW-Campingplätze. Das Motto ihres Teams lautet: „Wir wollen, dass sich die Segler wohlfühlen und nach der TW sagen, dass es für sie eine tolle Woche war.“ Das Team um Ferdinand Blaschke kümmert sich seit Jahren bei der TW von morgens bis abends auf beiden Seiten der Trave um alle Materialfragen.

Die J/70 steuern auf ihr Meisterschaftsfinale am Samstag zu. Fotos: segel-bilder.de

Favoriten bringen sich in Position

Vor dem Abschlusswochenende der 130. Travemünder Woche klarieren sich die Felder, und die Favoriten werden ihren Rollen gerecht. In den verschiedenen Klassen haben sich die ersten Anwärter auf die Trophäen auch an die Spitzenpositionen geschoben.


Die "Halbtrocken" segelte in der Langstrecke ein starkes Rennen und führt in der Deutschen Meisterschaft der Zweihand-Crews. Foto: segel-bilder.de

Langstrecken-Sieg trotz Sehnenriss

Durch die Nacht und den halben Tag: Die Langstrecke zur Travemünder Woche forderte sowohl die Kondition der Yacht-Teams des Ostsee-Cups als auch der Crews der ersten Deutschen Meisterschaft in der Disziplin Offshore Double Handed. Nach dem Startspektakel in der Trave am Donnerstagabend führte der Kurs durch die Lübecker Bucht und im Uhrzeigersinn um Fehmarn herum.




Dr. Michael Brandt (rechts), Vorstandsmitglied der Volksbank, und Wettfahrtleiter Stefan Uden übergaben die Siegertrophäen an die erfolgreichen Franzosen Fatti Matteo und Duflos Sam. Foto: segel-bilder.de

Siegprämie für die Jugendarbeit

Das Volksbank Trave Race der O'pen Skiff-Klasse stand am Freitagabend ganz im Zeichen der Jugendarbeit. Denn die Volksbank Lübeck hatte für das Showsegeln der Jugendklasse drei Geldprämien für die ersten Drei ausgelobt.

Hasso Hoffmeister (rechts) ist als Schiffbau-Ingenieur in das Class Rules Commitee des America's Cup berufen worden. Foto: segel-bilder.de

Deutsche AC-Kompetenz zur Travemünder Woche

Das Organisationskomitee des kommenden America's Cup hat wichtige Posten für den Rennablauf und die Einhaltung des Regelwerks für den Cup 2021 besetzt. Unter den von Titelverteidiger Emirates Team New Zealand und dem ersten Herausforderer (Prada, Italien) ausgewählten Experten befindet sich auch Hasso Hoffmeister. Der Schiffbau-Experte aus Hamburg ist ins Komitee für die Interpretation der Klassenregeln (Class Rules Committee) berufen worden.

Spaß hatten die Formula-18-Katamarane bei Top-Bedingungen an ihrem ersten Tag zur Travemünder Woche. Fotos: segel-bilder.de

Traumbedingungen in der Seebrise

Die Windmaschine in der Lübecker Bucht ist warmgelaufen. Die Hitze der Hundstage aus Südeuropa bringt die Regatten der Travemünder Woche in Schwung. Schon in den späten Vormittagsstunden baute sich die Seebrise auf und ließ auf den Regattabahnen für die acht Jollen- und Katamaranklassen die ersten Wettfahrten zu. Bis zum Nachmittag war das volle Programm abgespult. Das Fleißkärtchen des Tages ging an die Formula 18. Die Katamarane segelten vier Wettfahrten.

Eng war es in der Trave zum Start der Langstrecke. Foto: segel-bilder.de

Pulsbeschleuniger Trave-Start

Es wurde eng, es wurde laut, es war nichts für schwache Nerven: Der Start zur Langstrecke zur Deutschen Meisterschaft der Zweihand-Crews war ein Krimi auf des Messers Schneide. Elf Yachten tummelten sich kurz vor 17 Uhr auf der Enge zwischen Travemünde und „Passat“, um die beste Startposition zu ergattern. Sie kämpften um jeden Millimeter – wohlwissend, dass noch über 100 Seemeilen und damit rund ein kompletter Tag harter Wettkampfsport vor ihnen liegen. Fahrtensegler und Luxus-Yachteigner sorgten mit ihrem unerwarteten Auftritt dafür, dass das Gedrängel eine zusätzliche Würze erhielt.

Die J/0 segelten zum Auftakt drei Rennen. Fotos: segel-bilder.de

Seebrise führte durch ein kompaktes Programm

Am Morgen schien es, als würde es ein erneut schwieriger Tag auf der Ostsee für die Travemünder Woche werden. Doch gen Nachmittag setzte sich die Seebrise durch und ermöglichte in allen Klassen ein kompaktes Programm. Gesamt-Wettfahrtleiter Anderl Denecke war am Abend entsprechend zufrieden: „Super! Ich denke es geht morgen so weiter.“

Die Travemünder Woche liegt den O'pen Skiff als Revier für ihre internationalen Meisterschaften. Foto: segel-bilder.de

O'pen Bic: Einstieg in die Skiff-Karriere

Mit der Europameisterschaft der O'pen Skiff bringt die junge Klasse zum zweiten Mal innerhalb von fünf Jahren ein internationales Top-Event an die Trave-Mündung. 2014 segelten die jungen Akteure noch unter dem Klassennamen O'pen Bic an gleicher Stelle ihre Weltmeisterschaft aus. Jetzt wurde der Markenname Bic durch Skiff ersetzt – auch um die Nähe zum Skiffsegeln zu dokumentieren. Fast 90 Akteure aus sieben Nationen wollen dabei sein. Für die Deutschen wird es dabei wohl vor allem darum gehen, sich von den führenden Nationen etwas abzugucken und den Anschluss an die internationale Spitze wieder herzustellen.

Im vergangenen Jahr war die Premiere des Starts vor der "Passat" ein gelungenes Ereignis. Foto: segel-bilder.de

Spektakuläre Startbilder in der Trave

Zur Siegerehrung der IDM Seesegeln humpelte Knut Freudenberg von der „Halbtrocken“ auf Krücken zum Podest, um seinen Preis als Zweitplatzierter der ORC III entgegenzunehmen. Doch damit hat der Orthopäde noch nicht genug. Trotz der Knieverletzung, die er sich zur Kieler Woche zugezogen hat, will er am Donnerstagabend auch in die Meisterschaftspremiere des Offshore-Segeln für Zwei-Personen-Crews starten. Mit Partner Niels Reichert bildet Freudenberg eines von elf Teams, die von Wettfahrtleiter Uwe Wenzel auf den Kurs geschickt werden.

Die Zwölfer "Trivia" und "Cintra" sorgten zum Volksbank Rotospon Cup für ein prächtiges Bild auf der Trave. Foto: segel-bilder.de

Finanzministerin Heinold besiegt Bürgermeister Lindenau

Der Volksbank Rotspon Cup gehört bereits seit 2004 zu den Publikumsmagneten der Travemünder Woche. Zum 16. Mal fiel heute Mittag der Startschuss zu dem traditionellen Segel-Duell auf den historischen Zwölfern „Trivia“ und „Cintra“. Finanzministerin Monika Heinhold forderte den Lübecker Bürgermeister Jan Lindenau heraus. Mit Erfolg: Sie gewann mit 2:1 und ist die zweite Frau, die beim Volksbank Rotspon Cup gewonnen hat.

Phillip Kasüske ist der souveränste Sieger der bisherigen TW. Foto: segel-bilder.de

Phillip Kasüske: Wanderer zwischen den Welten

Er ist der überlegendste Sieger der Travemünder Woche 2019: Phillip Kasüske. Der Berliner hatte bei seinem fünften Start zur TW die Konkurrenz der Finn-Dinghys jederzeit im Griff, segelte ausschließlich Siege ein. Nicht unerwartet, denn der Sportsoldat ist als Nationalmannschaftssegler ein Profi unter Amateuren. Und so war die Travemünder Woche für ihn „ein Regatta-Training, um Wasserstunden zu sammeln“.

Die "Intermezzo" von Jens Kuphal segelte mit ihrem ersten Saisonsieg zu ihrem ersten IDM-Sieg im Seesegeln. Fotos: segel-bilder.de

Umjubelte Sieger bei den Seeseglern

Zum Abschluss der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM) im Seesegeln starteten die Yacht-Crews noch mal einen Versuch, eine Mittelstrecken-Wettfahrt über den Kurs zu bringen. Doch nach einer dreiviertel Stunde lag die Flotte in bleierner Stille. Wettfahrtleiter Uwe Wenzel beendete entsprechend den Stillstand und brach das Rennen ab. Damit war auch die Meisterschaft entschieden, und die „Intermezzo“ von Jens Kuphal (Berlin), die „Immac Fram“ mit Skipper Kai Mares (Dänischenhagen) sowie die „nemo“ von Uwe Kleinvogel (Rostock) konnten als jeweilige Meister ihrer Klasse den Hafen ansteuern.

Statt Wettfahrten zu segeln, übten sich die Segler im Baden. Foto: segel-bilder.de

Bade-Tag auf der Ostsee

Der Sommer kam, der Wind blieb aus: Tag vier der Travemünder Woche litt auf dem Wasser unter der Hitze über Land, die für eine Thermik sorgte, die dem Gradientwind entgegenstand. Zwar versuchten die Wettfahrtleitungen auf den verschiedenen Bahnen, noch Rennen über den Kurs zu bringen. Bis zum Nachmittag geland das aber nur den Trias für eine Wettfahrt. Bis in die Abendstunden hinein probierten schließlich die Jugendlichen in den beiden Laser-Klassen, für ihre Meisterschaften noch einige Rennen in die Liste zu bekommen.

Die "Immac Fram" sammelte bisher Sieg um Sieg. Foto: segel-bilder.de

Seesegler fiebern dem IDM-Finale entgegen

Nach einem anstrengenden Tag am Sonntag gab es für die Seesegler zur ihrer IDM am Montag nur Kurzarbeit. Der flaue Wind ließ lediglich ein Rennen zu. Zwar wartete Wettfahrtleiter Uwe Wenzel noch eine längere Zeit in der Hoffnung auf die Rückkehr auf Wind, schickte die Flotte dann aber am frühen Nachmittag auf die Heimreise. Zum Abschluss der Meisterschaft steht nun am Dienstag noch die Mittelstrecke auf dem Programm, zu der die Gruppen zwischen 25 und 35 Seemeilen segeln sollen. Wie die Langstrecke ist auch die Mittelstrecke mit einem Faktor (1,3) versehen und kann in der Endabrechnung nicht gestrichen werden. Deshalb sind die aktuell Führenden in den Klassen noch keineswegs auf sicherem Titelkurs.

Seite 1 von 7