Regatta News

Einen Rückblick auf die Travemünder Woche gibt es über den Youtube-Kanal der TW. Mit den jeweiligen Bildern des Tages, Hintergrundberichten sowie einem spektakulären Schnappschuss-Video vom Mastbruch auf einer RS Feva von Ecki Graf gibt es viele Einblicke in diese besondere TW.

Nach der TW ist vor der TW: Diese Weisheit hat wieder Gültigkeit, nachdem wir 2020 eine Corona-Pause eingelegt haben und 2021 wieder auf den normalen Kurs eingeschwenkt sind.

 

Die Brüder Helge und Christian Sach feierten ihren 21. TW-Sieg. Foto: segel-bilder.de

Zum Abschluss der Travemünder Woche gab es noch mal ein Spiegelbild der vergangenen zehn Tage: Sonne, Schauer und ein Gewitter, dazu leichte bis mittlere Winde und auch ein paar kräftige Böen. Die Klassen zum Finale konnten sich noch mal austoben auf den Bahnen der Lübecker Bucht, bekamen jeweils eine eigene Bahn. Mit einem weiteren Sieg auf ihrem Heimatrevier stockten die Brüder Helge und Christian Sach ihren Rekord zur Travemünder Woche weiter auf. Gesamtrang eins bei den Formula 18 ist gleichbedeutend mit dem 21. Sieg insgesamt.

Hoffnungsfroh starteten Ministerpräsident Daniel Günther, TW-Geschäftsführer Frank Schärffe, Sportdirektor Jens Kath und der LYC-Vorsitzende Lutz Kleinfeldt (von li.) in die Travemünder Woche. Das Fazit fällt positiv aus. Foto: segel-bilder.de

Die 132. Travemünder Woche geht heute zu Ende. Es war in vielerlei Hinsicht eine besondere TW – die erste nach der coronabedingten Pause, eine mit Hygienekonzept, eine der Wetterextreme sowie eine mit hochkarätigem Segel-, aber abgespecktem Land-Programm. Alles war ein bisschen anders, aber trotzdem ein Erfolg. Darin sind sich die Organisatoren der Travemünder Woche einig. TW-Sportdirektor Jens Kath zieht ein positives Fazit.

Der Dtorque 111 ist ein laufruhiger Diesel-Außenborder. Foto: segel-bilder.de

Mit dem Diesel auf Kurs: Die Firma Shark Neander denkt den Selbstzünder weiter. Während der Verbrenner an Land zunehmend in die Sackgasse geschoben wird, hat das Kieler Unternehmen an der Technik für einen sparsamen und emissionsarmen Motor gefeilt und den Außenborder Dtorque 111 entwickelt. Seit drei Jahren ist der Motor in der Serienfertigung und füllt damit die Marktnische als weltweit kleinster Diesel-Außenborder aus. Die innovative Technik mit dem geringen Kraftstoffverbrauch passt perfekt zu einer Segelveranstaltung wie der Travemünder Woche.

Seesegeln vor Travemünder Kulisse bot der vorletzte Tag der Travemünder Woche. Foto: segel-bilder.de

Logenplatz Nordermole: Den Besuchern in Travemünde wurde am Samstagmittag ein besonderer Genuss geboten. Seebahn-Wettfahrtleiter Uwe Wenzel hatte das Ziel der Mittelstrecken-Regatta für die seegehenden Yachten direkt an der Spitze der Trave-Mündung platziert. Und so konnten die Gäste gemütlich bei Fish-and-Chips oder Kaffee und Kuchen die letzten Manöver der Crews beobachten.

Die Conger segelten immerhin zwei Wettfahrten vor Travemünde. Foto: segel-bilder.de

50 Jahre jung und damit reif für ein Debüt: Die Conger-Klassenvereinigung feierte im Jahr ihres goldenen Jubiläums den ersten Auftritt überhaupt zur Travemünder Woche. Die Initiative der Klassenverantwortlichen, den Schritt auf die Ostsee zu wagen, wurde von den Seglern begeistert angenommen. 26 Crews reisten an die Trave-Mündung, sorgten damit für ein Starterfeld, das der Klassen-Vorsitzende Eberhard Nalop so nicht erwartet hätte. Zwar gelangen in den stürmischen Bedingungen nur zwei Wettfahrten, die gute Stimmung von der TW nehmen die Teilnehmer aber mit an ihre Heimatreviere. Fazit nach diesem Projekt: Wiederholung aus Sicht der Klasse gern gewünscht.

Der Grieche Athanasios Kyfidis erwies sich als Starkwind-Experte und flog der Konkurrenz in den stürmischen Finalrennen davon. Foto: segel-bilder.de

Nach sechs Qualifikationsrennen und vier Wettfahrten in der Gold-Flotte der Mädchen sowie die der Jungen stehen die neuen Europameister der Klasse ILCA 4 fest. Sechs Wettfahrttage mit sehr unterschiedlichen, teils stark herausfordernden Wetterbedingungen liegen hinter dem Segelnachwuchs, der mit einem Feld von insgesamt 366 Sportler*innen bei der 132. Travemünder Woche vertreten war. Gold ging an die Niederländerin Annemijn Algra und Athanasios Kyfidis aus Griechenland.

Conger in Rauschefahrt: Für die Traditionsklasse waren die Bedingungen auf der Ostsee etwas ganz Besonderes. Foto: segel-bilder.de

„Das war großes Kino. Ihr habt es gerockt.“ Mit dieser knappen Analyse des Donnerstags, als immerhin die RS Feva und die ILCA 4 auf die stürmischen Regattabahnen der Travemünder Woche gingen, schickte Anderl Denecke, Gesamtwettfahrtleiter der TW, seine Teams und die Segler zu einem weiteren herausfordernden Tag auf das Wasser. Es wurde zu einem wechselnden Geschehen mit Startverschiebungen und Neuansetzungen für die sieben Klassen. Während die Conger und O-Jollen die „Frühschicht“ übernahmen, bildeten die ILCA 4 ein kompaktes Programm über die Mittagsstunden. Formula 18, Canoe IC und Taifun sowie Musto Skiffs legten nach einer ersten Tageswettfahrt eine längere Pause an Land ein, um dann am Nachmittag einen weiteren Anlauf auf den Bahnen zu nehmen.

Mit neuen Boot sind die Brüder Helge und Christian Sach in die Erfolgsspur eingeschwenkt. Foto: segel-bilder.de

Gelingt 2021 Sieg Nummer 21? Die Zeit scheint reif zu sein für eine Aufstockung des Siegrekords bei der Travemünder Woche. Die Brüder Helge und Christian Sach sind jedenfalls in Topform, um ihrer Trophäensammlung bei ihrem Heimevent einen weiteren Siegerpokal hinzuzufügen. 2015 konnten sie zum 20. und bisher letzten Mal auf der Travemünder Woche triumphieren, nun gehen sie mit neuem Boot und großem Erfolg im Rücken als Top-Favoriten der Formula 18 an den Start.

Die Franzosen Lisandru Brunel/Thomas Kuntze stürmten zum WM-Titel. Foto: segel-bilder.de

Der Windgenerator hat mächtig aufgedreht auf den Bahnen zur Travemünder Woche. Schon am Morgen des sechsten Regattatages zogen kräftige Böen über die Lübecker Bucht hinweg, die das Limit der Klassenbestimmungen erreichten. Zunächst einmal wurden daher die Boote der Wettfahrtleitungen aufs Wasser geschickt, um die Bedingungen eingehend zu checken. Anschließend fiel die Entscheidung, dass unter intensiver Betreuung einige Wettfahrten möglich seien. Und so wurden zunächst die Goldflotte der RS Feva zu ihrem WM-Finale und anschließend die beiden Goldflotten (weiblich und männlich) der ILCA 4 auf den Kurs geschickt – begleitet von einer Heerschar an Trainer- und Sicherungsbooten. Im Kampf um Gold, Silber oder Bronze bei WM oder EM gilt es eben, auch harte Bedingungen zu meistern. Die Jugendklassen waren schließlich die einzigen Flotten, die sich mit Böen um 30 Knoten auseinanderzusetzen hatten.

Der Zürcher Yacht Club mit Regatta-Präsident Sascha Osterwalder (rechts) fühlt sich wohl bei der Travemünder Woche. Foto: segel-bilder.de

Erstmals sitzt ein Schweizer Segelclub bei der Durchführung der Travemünder Woche mit im Boot. Coronabedingt mit einem Jahr Verspätung feiert der Zürcher Yacht Club seine Premiere als Mitveranstalter. Das siebenköpfige Team aus der Schweiz betreut bei der 132. Travemünder Woche eine Regattabahn. Hauptveranstalter der TW ist der Lübecker Yacht-Club.

Die F18 sind ein Anziehungsmagnet für die LYC-Jugend. Foto: segel-bilder.de

Den sportlichen Eid, stellvertretend für alle Athlet*innen zur Travemünder Woche, hat die Lübeckerin Antonia Tschakert bereits geleistet, auf ihren Regatta-Einsatz muss sie allerdings noch warten. Für heute waren die ersten Wettfahrten der Formula 18 angesetzt, doch die kräftigen Winde mit heftigen Böen ließen keine Rennen in dieser Klasse zu. So dürfte der erste Start der Katamaran-Neueinsteigerin wohl am Freitag anstehen, wenn der Wind etwas nachlassen sollte.


Die Travemünder Woche flaggt halbmast. Während der heutigen Regatten ist es auf See zu einem medizinischen Notfall gekommen, in deren Verlauf die herbeigeeilten Rettungskräfte noch auf dem Wasser mit den Reanimationsversuchen begannen. Der 64-jährige Segler wurde sofort an Land gebracht, im Rettungswagen wurde die Reanimation fortgesetzt. Das Leben des Seglers konnte trotz der intensiven Bemühungen der DRK/Wasserwacht und der Einsatzkräfte im Rettungswagen nicht mehr gerettet werden. Seine Ehefrau und alle Beteiligten wurden nach der Nachricht über das Ableben durch das medizinische Personal der Travemünder Woche betreut. Zur Ehrerbietung gegenüber dem Regattateilnehmer wurde die Nationale vor dem Regattazentrum auf halbmast gesetzt.

Nach der Vorrunde stehen die Teilnehmer an der Goldflotte der ILCA 4-Europameisterschaft fest. Foto: segel-bilder.de

Das Regatta-Programm der Travemünder Woche konnte am Mittwoch mit dem kompletten, geplanten Pensum fortgesetzt werden. Damit sind die Weltmeisterschaft der RS Feva und die Europameisterschaften der ILCA 4 in sicherem Fahrwasser. Während die Fevas mit zwei weiteren Wettfahrten am morgigen Donnerstag auf ihr Finale zusteuern, haben die ILCA 4 nach nunmehr sechs Wettfahrten für alle Gruppen ihre Qualifikationsrunde beendet. Damit stehen die Teilnehmer der Goldgruppe fest, die um die Medaillen kämpfen werden.

Das Startschiff auf Bahn Delta war komplett in LYC-Hand: Wettfahrtleiter Kevin Röttger mit dem von ihm gegründeten LYC-Team. Foto: segel-bilder.de


Ohne freiwillige Helfer gäbe es keine Travemünder Woche. Insgesamt mehr als 370 Ehrenamtliche sind in diesem Jahr wieder in den unterschiedlichsten Bereichen bei der Segelveranstaltung im Einsatz. Aus ganz Deutschland und der Schweiz sind Helfer angereist, um einen Teil zur Travemünder Woche beizutragen. Ein reines Team aus Mitgliedern des veranstaltenden Lübecker Yacht-Clubs hat Wettfahrtleiter Kevin Röttger ins Leben gerufen.

Mit fünf Wettfahrten brachten die Korsare noch ihre Deutsche Meisterschaft unter Dach und Fach. Foto: segel-bilder.de

Guter Wind, volles Programm: Nach einem Tag mit wenigen Wettfahrten und einem Komplettausfall entschädigte das Wetter am Dienstag die Athleten zur Travemünder Woche in vollem Umfang. Mit einem vorgezogenen Tagesbeginn und schnellen Starts arbeiteten die Wettfahrtleitungen auf den sechs Bahnen intensiv daran, das verlorene Pensum aufzuholen. Besonders hart wurden die Korsare rangenommen. Sie standen für ihre Deutsche Meisterschaft bisher ohne Wettfahrt da, gingen heute aber fünfmal über den Kurs und sicherten sich so noch eine reguläre Meisterschaft bei ihrem TW-Abschluss.

Die Smartmark-Bojen werden erstmals zur Travemünder Woche eingesetzt und finden selbständig ihre Position auf der Regattabahn. Foto: segel-bilder.de

Wie von Geisterhand fahren die orangefarbenen Smartmark-Bojen Richtung Regattabahn und weiter auf ihre zuvor von der Wettfahrtleitung festgelegte Position. Erstmals kommt bei der Travemünder Woche das selbstfahrende Tonnen-System Smartmark zum Einsatz. Die Steuerung der Bojen erfolgt bei den Wettfahrten intuitiv über ein Tablet vom Startschiff aus. Quasi per Knopfdruck und ohne viel Aufwand können Regattakurse gesetzt und bei veränderten Windverhältnissen auch schnell verlegt werden.

In der Para-Wertung der RS Venture Connect freuten sich Philippe Moerch und Daniel Amiguet über die Goldmedaille. Foto: segel-bilder.de

Nach drei Tagen standen bei der 132. Travemünder Woche in der Bootsklasse RS Venture Connect die Weltmeister fest. Gleich in zwei Kategorien wurden Medaillen vergeben: in der Inklusionsklasse sowie in der Paraklasse. Für die Inklusionsklasse RS Venture Connect war es die erste Weltmeisterschaft überhaupt. Die Goldmedaille bei der WM-Premiere ging an den Spanier Gabriel Barroso und seinen Vorschoter Javier Serrano. Über Gold in der Paraklasse freuten sich die Schweizer Philippe Moerch und Daniel Amiguet.


Nicht nur die Wettfahrten wurden abgesagt, auch die Fahrzeuge hatten Probleme. Foto: segel-bilder.de

Der Starkregen hatte sich gerade verzogen, die Sonne brach durch die Wolken, aber das nächste Donnergrollen rollte bereits heran, als die J/22 zu ihrer Siegerehrung bei der 132. Travemünder Woche schritten. Es war das typische Tagesszenario des dritten Regattatages, der geprägt war von Wetterextremen, die keine Rennen zuließen, auch wenn die ILCA 4 am längsten ausharrten und bis 16:30 Uhr darauf hofften, dass es ein Rennen geben würde.