Regatta News

Die Dyas feierten im vergangenen Jahr ihr 50-jähriges Bestehen und kommen nun zur DM nach Travemünde. Foto: segel-bilder.de

Die Lübecker Bucht ist auch in 2022 ein Top-Spot für die Austragung von Deutschen Meisterschaften. Gleich vier Klassen ermitteln im Rahmen der Travemünder Woche ihre nationalen Titelträger – und die Bandbreite der Meisterschaftsklassen ist weit: Am Start sind die traditionellen Folkeboote (25.-28. Juli), die ehemals olympischen Finn-Dinghys (23.-26. Juli), die Dyas (28.-30. Juli) und die ab 2024 olympischen Formula Kite (28.-31. Juli).

Vor neun Jahren segelte der junge Henri Demesmaeker mit Jeroen van Leeuwen zum WM-Titel vor Travemünde. Foto: segel-bilder.de

Die Formula 16 kehren zurück nach Travemünde. Neun Jahre nach der Weltmeisterschaft in der Lübecker Bucht werden die Katamaran-Segler wieder zur Travemünder Woche (22. bis 31. Juli) ihre globalen Titelträger ermitteln. Die WM der F16 ist der höchstrangige Wettbewerb in der 133. Auflage der Travemünder Woche, die mit sportlichen Höhepunkten vollgepackt ist.

Ein individuelles Plakat für die jeweilige Travemünder Woche gehört zu der Segel- und Festivalwoche wie die Meisterschaften auf dem Wasser und das Unterhaltungsprogramm an Land. In diesem Jahr zieren die Hobie-Katamarane das Design der TW.

Eine Aufwertung hat die Travemünder Woche bei der Ausrichtung des Events der Sailing Champions League (SCL) erhalten. War die ursprüngliche Planung, vor Travemünde einen Qualifier auszurichten, ist es nun das Finale der SCL, das damit erstmals in Deutschland ausgerichtet wird. 20 Clubs sind bereits durch die nationalen Titelgewinne qualifiziert. Dazu kommt der schwedische Hjuviks Bätklubb als Sieger der Women's SCL 2021 und der ausrichtende Lübecker YC, der mit einer Wildcard ausgestattet wird.

Im dritten Jahr in Folge hat sich die Hansestadt Lübeck mit der Zusage großer finanzieller Unterstützung zur Travemünder Woche bekannt. Nachdem der Erhalt der Travemünder Woche gGmbH 2020 trotz Ausfall der Segel- und Festivalwoche durch einen Zuschuss der Stadt gesichert wurde und die Ausrichtung der Regatten in 2021 nur möglich war, da die Stadt eine finanzielle Unterstützung von 450.000 Euro leistete, wurde nun ein Ausgleich der möglichen Unterdeckung der TW in 2022 durch die Bürgerschaft beschlossen.

Wir sind erschüttert über die Ereignisse in der Ukraine, verurteilen diesen Angriffskrieg auf die unschuldige Bevölkerung. Es ist nicht viel, das wir als Sportveranstaltung für die Menschen, denen dieses ungeheure Leid zustößt, tun können. Unsere Gedanken sind bei allen Ukrainern und wir stehen an ihrer Seite.
 
Die besten Segelclubs Europas werden zur Travemünder Woche zur Sailing Champions League auftreten. Foto: sailing energy

Mit einem großen Auftritt kehrt das Liga-Segeln zurück nach Travemünde: Neben der Ersten und Zweiten Segel-Bundesliga wird auch die Sailing Champions League (SCL) mit einem Qualifier zur Travemünder Woche Station machen. Damit kommt es zum Showdown der besten Segelclubs auf nationalem und internationalem Niveau in der Lübecker Bucht.

Die iQ-Foiler werden mit einem Großaufgebot zu den International Games vor Travemünde erwartet. Foto: segel-bilder.de

Die Surfer fliegen ein zur Travemünder Woche: Mit den International Games Travemünde trägt die künftige Olympia-Klasse der iQFOiLs ein Event der weltweit höchstklassigsten Serie in der Lübecker Bucht aus. 200 Surfer (100 Männer und 100 Frauen) werden erwartet, wenn es vom 26. bis 30. Juli zum bisher größten und spektakulärsten Event dieser Klasse in Deutschland auf die Bahn geht.

So sah es zur Travemünder Woche 2010: Zu den Finals der Open traten die 16er mit ihren „Tequila“-Segeln an und leuchteten in der Lübecker Bucht. Foto: segel-bilder.de

Nachdem die Hobie-Katamarane in den vergangenen zwölf Jahren mit ihren Europameisterschaften auf Revieren im Mittelmeer, Atlantik und auf der Nordsee gastierten, kehren die Multi Europeans nun wieder nach Deutschland zurück. Die Travemünder Woche (23. bis 31. Juli) hat den Zuschlag erhalten, die europäischen Titelträger in den Klassen Hobie Dragoon (Nachwuchs), Hobie 14 (Ein-Personen-Kat) und Hobie 16 (Zwei-Personen-Kat) zu ermitteln.

 

Die über 350 Helfer*innen haben die Ausrichtung der Travemünder Woche in 2021 trotz der großen Corona-Auflagen möglich gemacht. Foto: segel-bilder.de

Mit dem Jahreswechsel 2021/22 blickt TW-Geschäftsführer Frank Schärffe auf ein weiteres schwieriges Segeljahr in Pandemie-Zeiten zurück, richtet einen hoffnungsvollen Blick auf die TW 2022 (23. bis 31. Juli) und spricht seinen Dank an die über 350 ehrenamtlichen Helfer aus, die es trotz der schwierigen Rahmenbedingungen in 2021 möglich gemacht haben, dass zumindest die Regatten zur Travemünder Woche ausgerichtet werden konnten – auch wenn das Landprogramm nur in Bruchstücken ausgerichtet werden konnte.

 

Einen Rückblick auf die Travemünder Woche gibt es über den Youtube-Kanal der TW. Mit den jeweiligen Bildern des Tages, Hintergrundberichten sowie einem spektakulären Schnappschuss-Video vom Mastbruch auf einer RS Feva von Ecki Graf gibt es viele Einblicke in diese besondere TW.

Die Brüder Helge und Christian Sach feierten ihren 21. TW-Sieg. Foto: segel-bilder.de

Zum Abschluss der Travemünder Woche gab es noch mal ein Spiegelbild der vergangenen zehn Tage: Sonne, Schauer und ein Gewitter, dazu leichte bis mittlere Winde und auch ein paar kräftige Böen. Die Klassen zum Finale konnten sich noch mal austoben auf den Bahnen der Lübecker Bucht, bekamen jeweils eine eigene Bahn. Mit einem weiteren Sieg auf ihrem Heimatrevier stockten die Brüder Helge und Christian Sach ihren Rekord zur Travemünder Woche weiter auf. Gesamtrang eins bei den Formula 18 ist gleichbedeutend mit dem 21. Sieg insgesamt.

Hoffnungsfroh starteten Ministerpräsident Daniel Günther, TW-Geschäftsführer Frank Schärffe, Sportdirektor Jens Kath und der LYC-Vorsitzende Lutz Kleinfeldt (von li.) in die Travemünder Woche. Das Fazit fällt positiv aus. Foto: segel-bilder.de

Die 132. Travemünder Woche geht heute zu Ende. Es war in vielerlei Hinsicht eine besondere TW – die erste nach der coronabedingten Pause, eine mit Hygienekonzept, eine der Wetterextreme sowie eine mit hochkarätigem Segel-, aber abgespecktem Land-Programm. Alles war ein bisschen anders, aber trotzdem ein Erfolg. Darin sind sich die Organisatoren der Travemünder Woche einig. TW-Sportdirektor Jens Kath zieht ein positives Fazit.

Der Dtorque 111 ist ein laufruhiger Diesel-Außenborder. Foto: segel-bilder.de

Mit dem Diesel auf Kurs: Die Firma Shark Neander denkt den Selbstzünder weiter. Während der Verbrenner an Land zunehmend in die Sackgasse geschoben wird, hat das Kieler Unternehmen an der Technik für einen sparsamen und emissionsarmen Motor gefeilt und den Außenborder Dtorque 111 entwickelt. Seit drei Jahren ist der Motor in der Serienfertigung und füllt damit die Marktnische als weltweit kleinster Diesel-Außenborder aus. Die innovative Technik mit dem geringen Kraftstoffverbrauch passt perfekt zu einer Segelveranstaltung wie der Travemünder Woche.

Seesegeln vor Travemünder Kulisse bot der vorletzte Tag der Travemünder Woche. Foto: segel-bilder.de

Logenplatz Nordermole: Den Besuchern in Travemünde wurde am Samstagmittag ein besonderer Genuss geboten. Seebahn-Wettfahrtleiter Uwe Wenzel hatte das Ziel der Mittelstrecken-Regatta für die seegehenden Yachten direkt an der Spitze der Trave-Mündung platziert. Und so konnten die Gäste gemütlich bei Fish-and-Chips oder Kaffee und Kuchen die letzten Manöver der Crews beobachten.

Die Conger segelten immerhin zwei Wettfahrten vor Travemünde. Foto: segel-bilder.de

50 Jahre jung und damit reif für ein Debüt: Die Conger-Klassenvereinigung feierte im Jahr ihres goldenen Jubiläums den ersten Auftritt überhaupt zur Travemünder Woche. Die Initiative der Klassenverantwortlichen, den Schritt auf die Ostsee zu wagen, wurde von den Seglern begeistert angenommen. 26 Crews reisten an die Trave-Mündung, sorgten damit für ein Starterfeld, das der Klassen-Vorsitzende Eberhard Nalop so nicht erwartet hätte. Zwar gelangen in den stürmischen Bedingungen nur zwei Wettfahrten, die gute Stimmung von der TW nehmen die Teilnehmer aber mit an ihre Heimatreviere. Fazit nach diesem Projekt: Wiederholung aus Sicht der Klasse gern gewünscht.

Der Grieche Athanasios Kyfidis erwies sich als Starkwind-Experte und flog der Konkurrenz in den stürmischen Finalrennen davon. Foto: segel-bilder.de

Nach sechs Qualifikationsrennen und vier Wettfahrten in der Gold-Flotte der Mädchen sowie die der Jungen stehen die neuen Europameister der Klasse ILCA 4 fest. Sechs Wettfahrttage mit sehr unterschiedlichen, teils stark herausfordernden Wetterbedingungen liegen hinter dem Segelnachwuchs, der mit einem Feld von insgesamt 366 Sportler*innen bei der 132. Travemünder Woche vertreten war. Gold ging an die Niederländerin Annemijn Algra und Athanasios Kyfidis aus Griechenland.

Conger in Rauschefahrt: Für die Traditionsklasse waren die Bedingungen auf der Ostsee etwas ganz Besonderes. Foto: segel-bilder.de

„Das war großes Kino. Ihr habt es gerockt.“ Mit dieser knappen Analyse des Donnerstags, als immerhin die RS Feva und die ILCA 4 auf die stürmischen Regattabahnen der Travemünder Woche gingen, schickte Anderl Denecke, Gesamtwettfahrtleiter der TW, seine Teams und die Segler zu einem weiteren herausfordernden Tag auf das Wasser. Es wurde zu einem wechselnden Geschehen mit Startverschiebungen und Neuansetzungen für die sieben Klassen. Während die Conger und O-Jollen die „Frühschicht“ übernahmen, bildeten die ILCA 4 ein kompaktes Programm über die Mittagsstunden. Formula 18, Canoe IC und Taifun sowie Musto Skiffs legten nach einer ersten Tageswettfahrt eine längere Pause an Land ein, um dann am Nachmittag einen weiteren Anlauf auf den Bahnen zu nehmen.

Mit neuen Boot sind die Brüder Helge und Christian Sach in die Erfolgsspur eingeschwenkt. Foto: segel-bilder.de

Gelingt 2021 Sieg Nummer 21? Die Zeit scheint reif zu sein für eine Aufstockung des Siegrekords bei der Travemünder Woche. Die Brüder Helge und Christian Sach sind jedenfalls in Topform, um ihrer Trophäensammlung bei ihrem Heimevent einen weiteren Siegerpokal hinzuzufügen. 2015 konnten sie zum 20. und bisher letzten Mal auf der Travemünder Woche triumphieren, nun gehen sie mit neuem Boot und großem Erfolg im Rücken als Top-Favoriten der Formula 18 an den Start.

Die Franzosen Lisandru Brunel/Thomas Kuntze stürmten zum WM-Titel. Foto: segel-bilder.de

Der Windgenerator hat mächtig aufgedreht auf den Bahnen zur Travemünder Woche. Schon am Morgen des sechsten Regattatages zogen kräftige Böen über die Lübecker Bucht hinweg, die das Limit der Klassenbestimmungen erreichten. Zunächst einmal wurden daher die Boote der Wettfahrtleitungen aufs Wasser geschickt, um die Bedingungen eingehend zu checken. Anschließend fiel die Entscheidung, dass unter intensiver Betreuung einige Wettfahrten möglich seien. Und so wurden zunächst die Goldflotte der RS Feva zu ihrem WM-Finale und anschließend die beiden Goldflotten (weiblich und männlich) der ILCA 4 auf den Kurs geschickt – begleitet von einer Heerschar an Trainer- und Sicherungsbooten. Im Kampf um Gold, Silber oder Bronze bei WM oder EM gilt es eben, auch harte Bedingungen zu meistern. Die Jugendklassen waren schließlich die einzigen Flotten, die sich mit Böen um 30 Knoten auseinanderzusetzen hatten.