Vom Schlauchbootfahrer zum Koordinator

Daniel Pontow hat zu dieser Travemünder Woche die Koordination der Schlauchboote übernommen. Foto: Katrin Heidemann

Schlauchboote spielen eine nicht ganz unwichtige Rolle bei der Travemünder Woche. Sie dienen als Sicherungsboote und als Transportmittel, um die Medienvertreter möglichst dicht ans Regattageschehen zu bringen. Die Koordination der Schlauchbootflotte liegt in diesem Jahr erstmals in der Hand von Daniel Pontow.

Für den 20-jährigen Daniel Pontow bedeutet die neue Aufgabe einen Seitenwechsel vom Fahrerteam der Boote zum Koordinator. Statt auf dem Wasser herumzufahren wie in den vergangenen vier Jahren bei der Travemünder Woche, steht er diesmal meist am Tresen im Organisationszelt. Es ist eine Umstellung, die ihm nicht immer ganz leicht fällt. „Wenn alles glatt läuft, ist während der Veranstaltung für mich eher wenig zu tun. Deshalb springe ich bei Bedarf gerne hin und wieder als Schlauchbootfahrer ein“, sagt der ehemalige 29er-Segler vom LYC. Besonders bei Hitze, wenn es im Organisationszelt warm wird, sei das eine willkommene Abwechslung. „Meine Hauptaufgabe an den Regattatagen ist es, spontan zu reagieren, wenn Unvorhergesehenes passiert, zum Beispiel überraschend ein Fahrer fehlt, ein zusätzliches Boot benötigt wird oder eins kaputt geht. Wenn nach den Wettfahrten alle Boote  wieder am Steg liegen, kontrolliere ich, ob alle Leinen fest genug vertäut sind, und sammle die Bootsschlüssel von den Fahrern ein“, erklärt der Stockelsdorfer seine Aufgaben bei der Travemünder Woche.

Das Ende der Segelveranstaltung bedeutet für den Bootskoordinator nicht automatisch auch das Ende seiner Tätigkeit. Vielmehr heißt es: Nach der Travemünder Woche ist vor der Travemünder Woche. „Direkt im Anschluss an die TW steht noch der Check der benutzten Boote und des Materials an. Danach ist erst einmal Pause, aber ab Januar geht es dann schon wieder los: Es müssen Fahrer und Boote für die nächste Travemünder Woche gesucht und auf die Regattabahnen verteilt werden“, erklärt Daniel Pontow.
 
Ob er im kommenden Jahr wieder als Schlauchbootkoordinator bei der TW hilft, hängt von den weiteren zeitlichen Verpflichtungen des BWL-Studenten ab. „Wenn ich wieder dabei bin, würde ich auch gerne selbst wieder häufiger Boot fahren“, kündigt Pontow an.

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