Stütze für die TW

Voller Einsatz für erschöpfte Segler: Die Sicherungskräfte der Wasserwacht setzen auch Schwimmer ein, um zu helfen. Foto: segel-bilder.de

Anpacken, helfen, Probleme beseitigen: Ohne die Einsatzbereitschaft der Kräfte von DLRG, Wasserwacht und THW wären Großereignisse wie die Travemünder Woche wohl nicht zu stemmen. Seit Jahren haben sich die Dienste der Hilfsorganisationen auf den Regattabahnen und bei Maßnahmen an Land für Segler und Helfer der TW bewährt. In diesem Jahr kam noch planmäßig die Corona-Testung der Ehrenamtler durch zwei Teams des THW dazu – und unplanmäßig der Einsatz zur Beseitigung der Sturm- und Wasserschäden während des Unwetters am Montag.

„Wenn Arbeit anfällt, dann wird sie erledigt“, sagt Ulrike Sündermann, die gemeinsam mit Sven Slowak die Einsatzleitung der Hilfskräfte bei der TW inne hat. Es sei eben das Naturell der Organisationen, dass einfach angepackt wird. Daher war es am Montag auch selbstverständlich, dass die Einsätze nach dem Schlagregen über den TW-Bereich hinaus auf Travemünder Gäste erweitert wurden. So gab es neben Stoßverletzungen auch eine Kopfplatzwunde zu versorgen. Außerdem wurden Passanten durch knietiefes Wasser geleitet und die verstopften Abwasserabflüsse aufgespürt und wieder gangbar gemacht.

Während es auf dem Wasser an den ersten Tagen eher ruhig zuging, hat sich das Bild in den stürmischen Bedingungen inzwischen geändert. Kenterungen, Mastbrüche, erschöpfte Segler forderten den intensiven Einsatz der Bootsbesatzungen von DLRG, Wasserwacht und THW. Insgesamt sind 13 Motorrettungsboote der Wasserwacht und vier der DLRG sowie 14 Mehrzweckboote des THW auf den Bahnen unterwegs. Sie geben technische Unterstützung beim Auslegen der Bahnmarken, bringen durch Schleppeinsätze die Athlet*innen auf die Bahn und wieder zurück, wenn es nicht ausreichend Wind gibt. Aber sie helfen eben auch bei Kenterungen – wenn es gefordert ist, auch mit einem Schwimmereinsatz.

Gesteuert werden die Einsätze der Boote durch den Einsatzleitwagen, der mitten in der Schaltzentrale der Travemünder Woche beim Regattahaus aufgebaut ist. Von hier aus sind die Hilfsorganisationen mit den Behörden und Organisationen wie der Feuerwehr Lübeck, der Wasserschutzpolizei, Trave Traffic, der DGzRS und der Seenotleitung MRCC Bremen verbunden, können zudem genau die Zugrichtung der Unwetterzellen beobachten.

DSV-Präsidentin Mona Küppers machte sich bei ihrem Besuch der Travemünder Woche ein Bild von der Einsatzleitung und zeigte sich beeindruckt, welche Infrastruktur zur TW durch die Hilfskräfte aufgebaut wird, um jederzeit bereit zu sein zum Anpacken, Helfen und Beseitigen von Problemen.

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