Regattatag eins führt bis in die Nacht

Die Seesegler werden zum Auftakt ihrer Deutschen Meisterschaft auf die Langstrecke geschickt. Foto: segel-bilder.de

Mit dem ersten Regattatag zur Travemünder Woche 2019 starten acht Wettbewerbe in das Geschehen, darunter zwei Deutsche Meisterschaften.

Im Fokus stehen gleich die Junioren, die zu ihren Deutschen Junioren Segel-Liga auf der Medienbahn auf den Kurs gehen. Damit stehlen sie sogar den Elitecrews der Segel-Bundesliga die Show, die zunächst auf der Nachbarbahn ihre Wettfahrten austragen, bevor sie dann am Sonntag und Montag auf die Bahn mit der TV-Übertragung wechseln.

Um Deutsche Meisterehren geht es bei den 505ern, außerdem greifen die Laser Radial und Laser Standard sowie die Finns und die Trias in das Geschehen ein. Während die Liga-Mannschaften und die Crews auf den Dreiecksbahnen um 11 Uhr ins Rennen geschickt werden, haben die Teams auf den seegehenden Yachten noch etwas mehr Zeit. Um 12 Uhr will Seebahn-Wettfahrtleiter Uwe Wenzel die Flotte von 40 Yachten auf die Langstrecke in Richtung Fehmarn schicken. Für die kleinen Yachten geht es tatsächlich um die Ostsee-Insel herum, dagegen segeln die großen Yachten nur in einer Schleife in den Norden von Fehmarn. Der Grund: Der Mast der „Intermezzo“ ist zu hoch für die Durchfahrt an der Fehmarnsund-Brücke. Über Kurslängen von 70 bis 110 Seemeilen (je nach Startgruppe) sollen die Crews bis in den späten Abend geführt werden, um dann mit oder nach Einbruch der Dunkelheit in der Trave ins Ziel einzulaufen.

 

Die Wetterprognosen sind für den ersten Regattatag durchaus anspruchsvoll, wie Wetterexperte Sebastian Wache von der Firma WetterWelt berichtet: Am Samstag wird der Hochkeil von Freitag bereits nach Osten abgewandert sein. Von Westen her macht sich der Einfluss eines Tiefs bemerkbar. Mit dem Durchschwenken einer Warmfront am Vormittag sind ein paar Regentropfen möglich, und das Windfeld wird etwas gestört. Dahinter kann sich aber mit dem Einschub recht warmer Luft und Höchstwerten bis zu 27 Grad der Südostwind erneut stabilsieren.

Maximal 10 bis 12 Knoten wird er dabei erreichen, strichweise auch mal 15 Knoten. Da zwischen der Warmfront und der später aufkommenden Kaltfront die Wolkendecke meistens recht dicht bleibt und die Sonne nicht allzu große Chancen hat, sich lange zeigen zu können, bleibt auch die thermische Unterstützung des Windes größtenteils aus.

Bis ca. 17/18 Uhr weht der schwache bis mäßige Südostwind, der allerdings am Nachmittag etwas an Fahrt gewinnt, sobald sich die Kaltfront nähert. Diese hat es dann sehr wahrscheinlich auch in sich, denn nach der Warmfront ist die Luft recht feucht und bei 27 Grad fühlt es sich schwülwarm an. Somit ist genug Energie vorhanden, so dass es mit der Ankunft der Kalfront ab ca. 17 Uhr zu teils kräftigen Schauern und schweren Gewittern kommt. Auch Wolkenformationen in Form von Böenwalzen mit kräftigen Drückern sind möglich.

 

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