Louisa Arafa: Ein Jahr für den Segelsport

In ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr hat sich Louisa Arafa intensiv in die Arbeit beim LYC eingebracht. Foto: Katrin Heidemann

Jeder Tag, der bei der Travemünder Woche vergeht, ist für Louisa Arafa ein Tag weniger beim Lübecker Yacht-Club. Wenn die Segelwoche zu Ende geht, sind es für die 18-Jährige noch knapp zwei Wochen, bis es für sie gilt, vom LYC Abschied zu nehmen. Es ist das Ende eines spannenden Freiwilligen Sozialen Jahres im Sport für Arafa. Zwölf Monate hat die Niedersächsin beim LYC in viele unterschiedliche Tätigkeitsfelder hineingeschnuppert und bei etlichen Projekten entscheidend mit angepackt.

Das Meer hat Louisa Arafa nach Travemünde gebracht. „Als meine Mutter mich fragte, was ich nach der Schule machen will, habe ich gesagt: Ich will ans Wasser, entweder nach Kiel oder Lübeck. Und außerdem war ich schon immer ein Sportjunkie und wollte unbedingt etwas mit Sport machen“, erzählt die 18-Jährige. Gesagt, getan: Für ihr Freiwilliges Soziales Jahr zog Lousia Arafa mit gerade einmal 17 Jahren nach Travemünde und engagiert sich seitdem im Segelsport. Und auch Kiel steht nach wie vor auf dem Plan. Ab Oktober wird die Niedersächsin dort Ernährungswissenschaften studieren und später vermutlich auch noch Sportwissenschaft.
Die Entscheidung, beim Lübecker Yacht-Club ein FSJ einzulegen, hat Arafa nie bereut. „Das FSJ hat super viel Spaß gemacht, und ich habe viel gelernt. Ich bin hier sehr gut aufgenommen worden, als ich direkt nach dem Abitur nach Travemünde gezogen bin. Ein bisschen ist der LYC zu meiner Familie geworden, und ich habe hier viele neue Freunde gefunden“, sagt die FSJlerin. Wie viel sie in den Monaten beim Lübecker Yacht-Club gelernt hat, wird deutlich, als sie aufzählt, an welchen Projekten sie beteiligt war.
So engagierte sie sich im Winterhalbjahr beim Sport- und Theorieunterricht, machte mit dem Segelnachwuchs den Jüngstensegelschein inklusive Prüfung und schnupperte in die Bootsarbeit hinein. In der Zeit beim LYC machte sie selbst den Trainerschein und begleitete während der Segelsaison die Wochentrainings, inklusive Vor- und Nachbereitung. Ihr persönliches Highlight des Jahres war die Arbeit mit den Segelkindern des Vereins. „Die durchgängige Arbeit mit Kindern hat mir am meisten Spaß gemacht. Es war toll zu sehen, wie sie sich über die Saison entwickeln, sportlich und auch persönlich. Ich finde es wirklich schade, dass ich die Kids nicht mehr sehe, bevor ich beim LYC aufhöre, weil sie schon in den Ferien sind“, sagt Louisa Arafa ein wenig wehmütig. Ihr größtes Projekt war das überregionale Ostercamp für jugendliche Segler in Glücksburg.  
In ihrer Heimat ist Louisa Arafa auch selbst gesegelt und hat an einigen Regatten teilgenommen. Im FSJ hat sie einen ganz neuen Blick auf die Wettfahrten bekommen. „Segelregatten kannte ich bis vor einem Jahr nur als Teilnehmer. In den vergangenen Monaten habe ich sie erst aus Trainersicht und nun während der Travemünder Woche auch noch aus Sicht der Wettfahrtleiter kennengelernt. Im Laufe der TW habe ich nochmal ganz viele neue Informationen bekommen und einen guten Einblick in die Arbeit der Wettfahrtleitung bekommen. Oft bin ich mit auf die Regattabahnen raus gefahren“, erklärt Arafa.
Somit war die Travemünder Woche für Louisa Arafa noch einmal ein weiteres Highlight im Jahresverlauf ihres Freiwilligen Sozialen Jahres. Auch nach Ende des FSJs will die junge Frau dem LYC treu bleiben und gelegentlich wieder mithelfen.
Die Stelle als FSJler beim Lübecker Yacht-Club ist zum 1. September 2019 wieder vakant. Der Verein hofft, dass sich schnell ein segelbegeisterter Nachfolger für Louisa Arafa findet. Interessierte melden sich bitte unter jugendwart@lyc.de

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