Beschauliche Atmosphäre an Land

Keine Pyro-, aber eine stimmungsvolle Lichtshow an der Passat gibt es in diesem Jahr zu sehen. Foto: segel-bilder.de

Das Land-Programm der 132. Travemünder Woche fällt kleiner als gewohnt aus, um das Geschehen etwas zu entzerren und Menschenansammlungen zu vermeiden. Der Fokus der Segelveranstaltung liegt 2021 klar auf dem sportlichen Part. Komplett verzichten müssen die TW-Besucher jedoch nicht auf Unterhaltung an Land. Kulinarik, Musik und eine abendliche Illumination der Passat stehen auf dem Programm.

Einen Anlaufpunkt bietet der Holsten Ankerplatz an der Nordermole mit einem kulinarischen Angebot sowie abendlichen Konzerten auf der benachbarten Stadtwerke Lübeck Bühne am Strand. Mit loungiger Atmosphäre und Blick auf die Ostsee lädt der Holsten Ankerplatz ein, bei einem Getränk und Fish and Chips zu verweilen. Das Musikprogramm auf der Bühne deckt verschiedene Genres ab. Der Zugang zum Areal mit Ankerplatz und Bühne ist begrenzt auf 400 Personen mit Luca-App. Weitere Stände mit deftigen und süßen Leckereien unterschiedlichster Art stehen entlang der Strandpromenade bis zum Fontänenfeld.

Statt der in der Vorjahren üblichen allabendlichen Laser- und Pyroshow an der Passat taucht die Viermastbark in diesem Jahr täglich ab 22 Uhr dezenter in buntes Licht. Mit wechselnden Farben, Lichtern und in den Himmel weisenden Strahlen wird das Schiff für rund zwei Stunden zum farbenfrohen Hingucker, wenn an der Promenade schon die nächtliche Ruhe eingekehrt ist.

Daniel Günther, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, freute sich bei der Eröffnung der 132. Travemünder Woche darüber, dass die Veranstaltung möglich ist: „Es ist natürlich nicht die volle Normalität und nicht die Festveranstaltung, die wir aus den letzten Jahren gewohnt sind. Aber auf jeden Fall finden die sportlichen Events statt. Ich finde es unglaublich wichtig, dass Menschen wieder zusammenkommen können und die Zahlen es auch zulassen.“

Vor dem Start der Travemünder Woche hatte Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau ausdrücklich an auswärtige Tagesbesucher appelliert, die Segelveranstaltung in diesem Jahr nicht zu besuchen, um größere Menschenansammlungen zu vermeiden. „Die diesjährige Travemünder Woche ist aufgrund der stark begrenzten Kapazitäten in erster Linie ein Fest für die Segler und Seglerinnen, Lübecker und Lübeckerinnen und unsere Übernachtungsgäste“, betonte der Bürgermeister. Bei der Eröffnung zeigte er sich dennoch erfreut, dass die Durchführung der Travemünder Woche mit einem reduzierten Land-Programm möglich ist. „Es ist natürlich ein Spagat gewesen zu überlegen, was geht jetzt im Rahmen der Travemünder Woche und was geht nicht. Aber wir haben ein großes Open-Air-Ereignis, Rahmenbedingungen und Inzidenzen, die im Moment Veranstaltungen zulassen. Ich bin zuversichtlich, dass wir am Ende sagen können: Es war eine gute Travemünder Woche, und es hat sich gelohnt, diesen Schritt zu gehen", sagte Lindenau.

Als nett und charmant bezeichnet Uwe Bergmann von der Vermarktungsagentur uba die abgespeckte Version des Landprogramms. „Wir machen ein Programm, das sich in erster Linie an die Menschen richtet, die hier in Travemünde und Lübeck leben“, erklärt Bergmann. Trotz toller Musiker auf der Bühne rät er davon ab, allzu weite Anfahrtswege zur Travemünder Woche in Kauf zu nehmen, da die Besucherzahl limitiert ist und das Angebot deutlich kleiner als üblich. Lediglich zehn Prozent der sonst bei der TW üblichen Stände auf der Festivalmeile seien in diesem Jahr mit von der Partie.

Trotz abgespeckter Version sind die Standbetreiber froh, dass sie überhaupt bei der 132. Travemünder Woche zum Einsatz kommen. Die Besucher würden sich sehr gut an die coronabedingten Vorgaben halten, heißt aus den Reihen der Betreiber. Die Stimmung sei allgemein gut.

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