Die TW sagt: „Danke, Uwe!“

Erst schickte er die Seesegler über die Mittelstrecken-Wettfahrt zur Travemünder Woche durch die Lübecker Bucht, dann zeichnete er für das Volksbank Trave Rennen der Formula 18 verantwortlich, und plötzlich stand er selbst im Mittelpunkt: Seit sieben Jahren ist Uwe Wenzel bei der Travemünder Woche als Wettfahrtleiter in der Verantwortung, erlebte mit der Deutschen Meisterschaft im Seesegeln 2019 einen sportlichen Höhepunkt. Nun macht er Schluss. Am Sonntag will der Bremer noch ein weiteres Mittelstrecke-Rennen segeln lassen, wenn es der Wind zulässt, um sich dann ganz privat mehr auf das Segeln mit seinem Enkel Tammo zu konzentrieren.

Gesamt-Wettfahrtleiter Anderl Denecke ließ sich die Chance nicht entgehen, Uwe Wenzel auf dem Brückenkopf vor der Travepromenade gebührend zu verabschieden. Nach einem Korso von Booten auf der Trave, die in einer Flaggenparade und per Tafel das Signal „Danke, Uwe!“ transportierten, flossen die Tränen beim 65-Jährigen.

Seit 25 Jahren engagiert sich Uwe Wenzel für die Seesegler als Wettfahrtleiter – nicht nur zuhause auf der Weser, sondern auch in Warnemünde und eben seit sieben Jahren bei der Travemünder Woche. Über Jahre war er zudem im Vorstand der Regattavereinigung Seesegeln (RVS) aktiv. Dass er seine ehrenamtliche Arbeit offenbar zur vollsten Zufriedenheit der Segler erledigt, zeigte sich bereits 2019, als er bei der Deutschen Meisterschaft Offshore Doublehand zur Travemünder Woche von den Athleten mit Standing Ovations gefeiert wurde. „Das waren wirklich spannende Rennen – mit dem Start in der Trave.“ Die engen Aktionen ließen bei manchem Zuschauer den Puls in die Höhe schnellen. Und auch das Langstrecken-Rennen der Yachten mit voller Crew ist tief in Erinnerung geblieben. Ein Gewitter zog auf und fiel über die Mannschaften her. Uwe Wenzel war bei seinen Schützlingen, lief mit einem Schlauchboot aus und beobachtete mitten im Gewittersturm, dass alles gut ging. „Einige hatten zwar Schwierigkeiten und lagen mit der Yacht platt auf dem Wasser. Aber insgesamt war es beeindruckend, mit welcher Seemannschaft die Crews das Unwetter gemeistert haben. Alle sind heil nach Haus gekommen“, blickt der scheidende Wettfahrtleiter auf spannende Zeiten auf der Regattabahn zurück.

Für seine Nachfolge ist gesorgt. Wenzel selbst hat mit Jan-Dirk Jung und Jan Fischer in den vergangenen Jahren bereits im Team gearbeitet und wird die Aufgaben nun an das Duo übergeben. Der Dank von Uwe selbst geht an seine Ehefrau: „Ohne die Unterstützung von Brigitte wäre das alles nicht gegangen.“

 

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