Deutsche Titelkämpfe mit internationaler Gästeschar

Die Laser sind mit den Nachwuchsklassen beständige Gäste bei der TW.
Foto: segel-bilder.de

Mit vier Meisterschaften auf nationaler Ebene komplettiert die Travemünder Woche neben der WM der Vaurien und der EM der Flying Junior ihr Meisterschaftsprogramm in diesem Jahr. Für die jugendlichen Laser-Segler ist es bereits das fünfte Mal in Folge, dass sie ihre Deutschen Jugendmeister in den Klassen 4.7 und Radial ermitteln. Auch die Varianta-Segler sind mit ihrer Deutschen Meisterschaft Wiederholungstäter zur Travemünder Woche. Eine Premiere feiern dagegen die 5.5mR-Yachten mit ihren German&Dutch Open.

Die Lübecker Bucht scheint bei den Laser-Athleten immer beliebter zu werden. Von Jahr zu Jahr steigern sie ihre Teilnehmerzahl zur Travemünder Woche. In diesem Jahr wollen knapp 80 Jugendliche bei den Laser 4.7 und erneut über 100 bei den Laser Radial um die Meistertitel kämpfen. Den Beinamen „International“ hat sich die Deutsche Jugendmeisterschaft dabei wahrlich verdient. Denn bei den Radials sind neben der großen deutschen Flotte auch Starter aus Frankreich und sogar aus HongKong, Taipei sowie Trinidad und Tobago gemeldet.

Nach sechs Jahren geben die Variantas ihr Comeback zur Travemünder Woche. 2012 segelte die Kielbootklasse bereits in der Lübecker Bucht um den deutschen Titel, jetzt ist die Klasse wieder da. Und der Hamburger Segelmacher Frank Schönfeldt, der seit Jahren die Klasse dominiert, geht nicht nur als aktueller Titelverteidiger (2017 gewann er auf dem Plöner See mit Gerd Becker), sondern auch als Sieger von 2012 an den Start. Allerdings wird er in seinem ehemaligen Partner Markus Auferoth einen der ärgsten Widersacher haben. Auferoth segelt nun an der Vorschot von Manfred Brändle. Im vergangenen Jahr stand das Duo als Dritte ebenfalls auf dem Treppchen der IDM und fordert nun die Titelträger Schönfeldt/Becker heraus. Knapp 30 Mannschaften aus Deutschland haben insgesamt für die Varianta-Meisterschaft gemeldet.

Das Feld der 5.5mR zu den German&Dutch Open ist zwar deutlich kleiner, dafür aber beeindruckend international. Neben den Mannschaften aus Deutschland und den Niederlanden sind Vertreter aus fünf weiteren Nationen am Start. Neben europäischen Teilnehmer kommen selbst aus Übersee Athleten dieser Segelschönheiten nach Deutschland. Neben den klassischen Yachten dieser seit über 100 Jahren bestehenden Vermessungsformel werden auch ganz moderne Konstruktionen in einem Feld gegeneinander segeln. Die 5.5mR-Klassenmitglieder sind ein reisefreudiges Völkchen. Immer wieder besuchen sich nordamerikanische und deutsche Mannschaften gegenseitig. So kommt zu den German&Dutch Open eine Mannschaft aus Kanada, die hier ein Boot gestellt bekommt. Aber auch von den Bahamas und sogar aus Australien sind Teilnehmer dabei.

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