Beach Clean-Up: Strandbesuch mit Mülltüte

Beteiligten sich am Beach Clean-Up des Vereins OEOO - die Berlinerin Claudia und ihre Töchter und Nichten. Foto: Katrin Heidemann

Statt mit Strandhandtuch und Badehose zog eine Gruppe von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen am Sonntagvormittag mit Greifzangen, Mülltüten und Arbeitshandschuhen ausgestattet an den Travemünder Strand an der Nordermole. Rund 20 Freiwillige nahmen an der Beach Clean-Up Aktion des Vereins „One Earth One Ocean“ im Rahmen der Travemünder Woche teil. Zwei Stunden suchten die „Müllsammler“ den Strand nach Abfall ab und waren überrascht, wie viel sie auf dem Gelände, das auf den ersten Blick sauber erscheint, fanden.

„Normalerweise wird der Strand jeden Morgen von der Kurverwaltung gereinigt. Heute übernehmen wir mit unserem Beach Clean-Up das Aufräumen. Ich erwarte dabei nicht säckeweise Müll, sondern eher Festivalabfall, der vom Land aus ins Wasser geraten ist“, sagte Lennart Rölz vom Verein OEOO beim Start der Strandsäuberungsaktion. Mit der Aktion wolle der Verein für das Müllsammeln an sich sensibilisieren und den Leuten zeigen, wie es ist, selbst aktiv zu werden. Selbst rund um den Stand des Beach Clean-Up-Teams fand Rölz in wenigen Minuten schon beachtlich viel Müll.
Auch die Teams, die am Strand unterwegs waren, entdeckten mehr Unrat als erwartet. Zigarettenkippen, Getränkedosen, gläserne Schnapsfläschchen, Plastikverpackungen und Kronkorken landeten im Müllsack der Berlinerin Claudia, die sich mit ihren zwei Töchtern und zwei Nichten am Clean-Up beteiligte. „Wir haben in der Nähe von Venedig schon einmal bei einer ähnlichen Aktion mitgemacht und dort unglaublich viel Abfall im Naturschutzgebiet gefunden. Aber selbst hier liegt mehr, als ich gedacht hätte“, meinte die Mutter aus Berlin.
Auf den Weg zum Strandsäubern hatten sich auch die Freundinnen Filippa aus Lübeck und Lea aus Travemünde gemacht. „Wir hoffen, dass wir nicht so viel Müll finden, denn das würde bedeuten, dass die Leute ihren Abfall ordentlich wegwerfen. Wir sammeln auch manchmal alleine in unserer Freizeit am Strand Müll. Freitag waren wir schon an der Wiek unterwegs“, erzählten die Zehnjährigen.

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