2022 ist ein sehr guter TW-Jahrgang

Einen Tag vor Abschluss der Regatten steuert die Travemünder Woche auf ein Top-Ergebnis in der Anzahl der Wettfahrten zu. Über 330 Mal schickten die Organisationsteams ihre 22 Klassen auf den sieben Bahnen bereits über die Startlinie, ein paar Entscheidungen stehen noch aus. Selbst wenn die Schwachwind-Prognose für den Abschlusssonntag zutreffen sollte, kann Gesamt-Wettfahrtleiter Anderl Denecke für die 133. Auflage der Regattawoche ein mehr als zufriedenes Fazit ziehen.

„Das ist wirklich ein sehr seltenes Bild bei den großen Regattawochen, dass wir die meisten Klassen mit einem kompletten Programm bedienen konnten. Lediglich ein paar Klassen mussten auf ein oder zwei Wettfahrten verzichten. Aber auch die hatten in ihren Rennen sehr gute Bedingungen. Wir sind in diesem Jahr wirklich extrem viel gesegelt“, sagt Denecke. Mit Windgeschwindigkeiten fast immer jenseits der Zehn-Knoten-Marke konnte faire Wettfahrten gewährleistet werden. „Das Feedback ist mehr als positiv. Die Segler sind durchweg glücklich“, so Denecke. Vor allem die WM- und EM-Klassen konnten ein pralles Programm segeln und dürften den Ruf von Travemünde als perfektes Meisterschaftsrevier weiter stärken. Denecke: „Beispielhaft ist das Finale der Sailing Champions League. Noch nie in der Geschichte dieses Formats ist es zum Finale gelungen, so viele Flights zu segeln. 2022 ist ein sehr positives Jahr für die Travemünder Woche.“

Mit der Absage der International Games der iQ-Foil-Surfer musste die Travemünder Woche im Vorwege zwar einen Dämpfer hinnehmen, doch der Auftritt der Foil-Kiter mit der Internationalen Deutschen Meisterschaft in der neuen Olympia-Disziplin (Formula Kite) hat gezeigt, dass die Lübecker Bucht auch modernste Klassen kann. „Der Spot ist sehr gut für die Kiter, kann für den Startbereich am Strand noch etwas optimiert werden. Aber die Klasse wir jetzt international Werbung machen und könnten beim nächsten Mal wachsen“, so Denecke, der darauf setzt, dass die Kiter auch das Interesse bei den iQ-Foil-Surfern wecken: „Der Kontakt zu der Klasse besteht trotz der Absage weiterhin. Es werden bereits Gespräche geführt, in den kommenden Jahren vielleicht ein großes Jugend-Event hierher zu vergeben.“

In jedem Fall stehen für 2023, wenn der Lübecker Yacht-Club als Hauptveranstalter der Travemünder Woche sein 125-jähriges Bestehen feiert, schon einige Top-Ereignisse in den Planungsbüchern. Die Weltmeisterschaft der J/22, die Europameisterschaft der O-Jollen und vor allem die Weltmeisterschaft der Formula 18 werden im kommenden Jahr wieder hochklassigen Segelsport nach Travemünde bringen.

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