Die Nationenvielfalt im Team der zwölfköpfigen Jury bei der 136. Travemünder Woche ist groß. Mitglieder aus Österreich, Norwegen, Malta, Italien, Estland, Deutschland und der Türkei kümmern sich darum, dass auf den Regattabahnen alles fair zugeht und die Regeln eingehalten werden. Den Vorsitz hat als Chairman der Südafrikaner Luke Scott.

Dafür, dass die Juryvertreterinnen und -vertreter aus so vielen verschiedenen Ländern kommen, gibt es einen guten Grund. „Bei großen Veranstaltungen wie der Travemünder Woche versuchen wir immer, mit einer Internationalen Jury zu arbeiten. Das hat den Vorteil, dass niemand in Berufung gehen kann. Alles steht mit der Entscheidung. Außerdem benötigen wir für jede Anhörung fünf Jurymitglieder, wovon höchstens zwei aus demselben Land kommen dürfen“, erklärt der Vice-Chair der Jury, Manuel Hünsch. Neben den acht internationalen Jury-Mitgliedern sind bei der Travemünder Woche vier aus Deutschland im Einsatz.
Eine bunter Mix ist die Jury nicht nur in Hinblick auf die unterschiedlichen Nationalitäten. Auch altersmäßig ist das ehrenamtlich tätige Team recht durchmischt. „Wir haben eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Schiedsrichtern und Schiedsrichterinnen. Wir holen bewusst junge Leute mit ins Boot, weil die Ausbildung bei der Travemünder Woche großgeschrieben wird. Zwei Nationale Schiedsrichter aus dem vergangenen Jahr sind zum Beispiel nun Internationale Schiedsrichter. Die Jüngste im Team ist in diesem Jahr 24 Jahre alt“, sagt Manuel Hünsch aus Hamburg.
Jury-Chef Luke Scott, der bereits seit etlichen Jahren regelmäßig in der TW-Jury sitzt, zeigte sich sehr zufrieden mit seinem Team und dem Verlauf der Regatten bei der 136. Travemünder Woche. „Das Event war für uns relativ entspannt. Bei den kleineren Flotten gibt es meist wenig Proteste. Außerdem hatten wir ein sehr harmonisches Team“, bestätigt auch Hünsch.