Große Pläne nach gelungener Premiere

Zeit ist knap für Ralf Schulte: Am Sonnabend feierte er als Veranstalter eine gelungene Premiere des Sieben-Türme-SUP-Race. Am Tag darauf wurde er wieder im „Newport“ wieder gebraucht. Der Alltag hat den umtriebigen Geschäftsmann wieder.

„Wir stecken noch in der Auswertung. Aber das erste Fazit, vor allem die Resonanz der Teilnehmer, ist überwältigend. Das war mega“, sagt Schulte. 55 Männer sowie 20 Frauen erreichten im Long-Distance-Rennen über neun Kilometer das Ziel, dazu 21 Freizeit-Paddler über die halbe Distanz.

Der 17-jährige Junior Marlon Daskiran (Berlin/EM-Zweiter 2024) machte dabei unter den Augen von Bürgermeister Jan Lindenau nach 50:27 Minuten das Rennen, siegte in einem spannenden „Foto-Finish“ mit einer Sekunde Vorsprung vor Vizeeuropameister Ole Schwarz (Bonn) sowie zwei Sekunden vor dem Deutschen Meister Bastian Grimm (Hamburg).

Schnellste Frau: Oda Diestel, die deutsche Meisterin aus Sachsen, die acht Minuten länger brauchte und vor Skadi Langbein und Laila Joyce Daskiran siegte. Für die drei Erstplatzierten gab es jeweils 500, 300 und 200 Euro Preisgeld.

„Wir hatten entlang der Strecke viele Zuschauer und die Teilnehmer waren geflasht. Für viele ist ein Traum in Erfüllung gegangen, einmal vor Lübecks historischer Altstadt-Kulisse in einem Rennen zu paddeln“, sagte Schulte. Mit etwas mehr als zwei Dutzend Teilnehmern hatte er gerechnet. Dass es jetzt knapp 100 wurden, hat auch ihn überrascht.

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Die Strecke führte an der malerischen Altstadt entlang. Foto: Helge Neitzel

Die hohe Meldezahl erforderte sogar kurzfristig einige Korrekturen. So wurde der Kurs geändert. Statt in Richtung Drehbrücke ging es vom Start in der Marina in Richtung Strandsalon, weiter in den Stadtgraben und dann vorbei an Malerwinkel, Ober- und Untertrave zurück zur Marina. „Das hätte unter der Drehbrücke ein Hauen und Stechen gegeben. Wir haben das Rennen so entschärft“, erklärt Schulte.

Auch neu: Der Start erfolgte sitzend auf dem Brett. „Das haben die Topleute angeregt, um bei dem Nordost-Wind so Ruhe an die Startlinie zu bringen“, erklärt Martin Mehl, Mitorganisator vom SUP-Sportclub Lübeck, der sich ebenfalls über die „unglaublich positive Resonanz“ der Teilnehmer freute. Dazu gehörte auch das Barbecue und die Party danach.

Für Schulte war das Rennen der Auftakt für mehr: „Der Brückenschlag nach Lübeck ist gelungen. Die Travemünder Woche hat jetzt eine weitere Wassersportart. Wir planen für 2026 in jedem Fall eine Neuauflage.“ Vielleicht sogar als Mehrtagesveranstaltung mit weiteren SUP-Disziplinen wie Sprint oder einem Techrace, einer Art Slalom. Schulte hält sogar einen Marathon nach Travemünde für möglich.

Gut 25.000 Euro hat ihn die SUP-Premiere gekostet, unterstützt von Sponsoren und der Travemünder Woche in Sachen Wettfahrtleitung und Ergebnisdienst. Schulte hält in der Marina in Lübeck sogar mehr als nur Stand up Paddling für möglich. Sein Wunsch: ein Matchrace auf Kielbooten. „Das ist möglich, der Wind ist da und Platz auf dem Wasser auch.“

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