Fulminanter Start in die TW

Die Travemünder Woche ist eröffnet: Pünktlich um 18 Uhr am Freitag, 17. Juli, gab Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau das Signal „Heißt Flagge!“ und entließ damit die Besucher und Aktiven der Travemünder Woche in die zehn tollen Tage an der Trave und auf der Ostsee. SH-Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen übernahm im Anschluss die Aufgabe, mit dem Schwenken der Landesflagge die Yachten in die erste Regatta der 137. Auflage der Regatta- und Festivalwoche zu schicken. In der Trave bot die Phalanx der 17 Yachten, die zur Langstrecken-Regatta rund Fehmarn auf die Ostsee hinaus strebten, ein imposantes Bild.

Travemünder Woche Regatta und Festival
17 Yachten machten sich auf den Weg durch die Nacht. Foto: Christian Beeck

Zuvor hatten die Organisatoren und Honoratioren einen Blick voraus auf das Geschehen einer der größten Segelwochen der Welt geworfen. Claus Ruhe Madsen, der die erkrankte Ministerin Aminata Touré bei der Eröffnung vertrat, betonte die große Strahlkraft des Events für das Land Schleswig-Holstein. „Wir sind das Land der Meere, uns liegt die Organisation von solchen Segel-Großereignissen im Blut. Nicht nur die Kieler Woche, sondern auch die Travemünder Woche zeigen, dass wir in Schleswig-Holstein auch die Ausrichtung von Olympischen Spielen können. Olympia wäre eine tolle Chance für Schleswig-Holstein.“ Mit 30 teilnehmenden Nationen wirke die Travemünder Woche weit über die Grenzen des Landes und Deutschlands hinaus und ist damit auch ein Motor für die Wirtschaft und den Tourismus.

Bürgermeister Jan Lindenau erkennt in der Travemünder Woche nicht nur ein Aushängeschild nach außen, sondern sieht durch die steigende interne Präsenz in der Stadt auch eine gesteigerte Identifikation mit der Travemünder Woche: „Manche mögen zwischen Travemünde und Lübeck ja noch einen Unterschied machen. Aber wenn man jetzt durch die Innenstadt geht, dann sieht man ganz selbstverständlich die Flaggen der Travemünder Woche auch vor dem Holstentor wehen. Die Travemünder Woche ist ein fester Bestandteil von ganz Lübeck.“

Travemünder Woche Regatta und Festival
Sportdirektor Jens Kath, Minister Claus Ruhe Madsen, Bürgermeister Jan Lindenau, TW-Geschäftsführer Frank Schärffe und der LYC-Vorsitzende Lutz Kleinfeldt (von links) eröffneten die 137. Travemünder Woche. Foto: Christian Beeck

Veranstaltungen wie das Seven Tower SUP Race rund um die Altstadtinsel tragen die Travemünder Woche in die Stadt. Der Herz des Festivals und des Segelsport pulsiert indes direkt an der Trave-Mündung und auf der Ostsee. Mehrere Hunderttausend Besucher werden in der kommenden Woche erwartet und ihnen wird neben vielen Konzerten, kulinarischen Genüssen und weiteren Festival-Aktivitäten ein Segelprogramm der Sonderklasse geboten. TW-Sportdirektor Jens Kath freut sich mit seinem Gesamt-Wettfahrtleiter Anderl Denecke sowie den Organisationscrews auf 1600 Seglerinnen und Seglern, die mit 900 Booten an den Start gehen und 30 Nationen vertreten.

Die Welt- und Europameisterschaften, die weiteren Titelkämpfe und Ranglistenregatten werden von Jung und Alt, von Einsteigern und erfahrenen Athleten und bei der Europameisterschaft der RS Venture Connect auch von inklusiven Teams gesegelt. Jens Kroker, Deutschlands erfolgreichster Paralympics-Segler, und sein Vorschoter, der 14-jährige Malden Scheffler, sprachen den sportlichen Eid zur Travemünder Woche. Beide freuen sich, bei ihrer ersten gemeinsamen Regatta in das Rennen zu gehen, und werden die Ziele erst im Laufe der kommenden Tage festlegen.

Travemünder Woche Regatta und Festival
Jens Kroker und Malden Scheffler sprachen den Sportlichen Eid zur Travemünder Woche. Foto: Christian Beeck

„Es ist eine tolle Meldezahl. Um das alles zu organisieren, werden wir auf zehn Regattabahnen segeln“, sagte Sportdirektor Jens Kath zu diesem Jahr. Er blickte bereits auf die kommenden Jahre voraus und erwartet dort ähnlich starke Events wie in diesem Jahr.

TW-Geschäftsführer Frank Schärffe gibt für die hoch fliegenden Ambitionen der sportlichen Leitung grünes Licht: „Wir bedanken uns bei der Stadt, dass sie uns die Flächen an Land für die Organisation zur Verfügung stellt. Wir sind gut ausgebucht. Aber ein bisschen geht noch, so dass der Traum von 1000 Booten zur Travemünder Woche durchaus umgesetzt werden kann.“

Mit diesen Aussichten und dem Signal „Heißt Flagge!“ ging es schließlich unter lautem Tröten aus den Typhonen der Regattaorganisation, einer Rauchfontäne vom Heck der „Lisa von Lübeck“ und dem Beifall der Besucher für die Yacht-Segler auf die Bahn und die Festivalgäste auf die Partymeile.

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