Britische Dominanz bei den RS Games

Mit Volldampf spurten die RS-Klassen durch ihre Meisterschaftswoche. Tag zwei brachte alle fünf Klassen in der ersten TW-Hälfte auf den Kurs. Auch die inklusive Klasse der RS Venture Connect stieg nach einem ungewollten Pausentag zum Anfang nun in das Geschehen ein.

RS Tera (Weltmeisterschaft)
Die Nachwuchsseglerinnen und -segler der Klasse RS Tera konnten bei ihrer Weltmeisterschaft weitere vier Rennen in die Bücher bringen. In der Kategorie Sport setzten sich die Briten an die Spitze. Bora Carrington, Freddie Harrison und Louis Rumboll besetzen die Plätze eins bis drei. Der Brite Charlie Hunt führt weiterhin das Feld der Kategorie Pro an, knapp dahinter folgt sein Landsmann Hari Clark. Der Ukrainer Oleksandr Chykalov sorgt dafür, dass die WM derzeit kein rein britisches Podium ist. Er schob sich vorerst auf Rang drei vor.

Travemünder Woche Regatta und Festival
Volles Programm und volles Feld bei den RS Tera zu ihrer Weltmeisterschaft vor Travemünde. Foto: Christian Beeck

RS 500 (Europameisterschaft)
Insgesamt fünf Wettfahrten segelten die RS 500 im Rahmen ihrer EM. Das Feld führen zwei britische Teams an: Auf die Vizeweltmeister von 2025, Paul Cullen und Fresh Abendstern, folgen Peter und James Curtis. Das tschechische Team Lucie Kosatova und Lukas Kosata liegt aktuell auf Rang drei.

RS 700 und RS 800 (Europameisterschaft)
Nachdem die RS 700 und RS 800 zum Regatta-Auftakt aufgrund der herausfordernden Wind- und Wellenbedingungen viele Kenterungen in Kauf nehmen mussten und nur ein Rennen absolvieren konnten, beendeten sie am Sonntag drei Wettfahrten und haben somit bereits die Möglichkeit, in der Gesamtwertung das schlechteste Ergebnis zu streichen.

Eine sehr konstante Leistung zeigt bei den RS 700 der Brite Rob Higgins. Drei von vier Wettfahrten beendete er auf Platz eins. Sein Streichergebnis war ein zweiter Platz. „Das Segeln in Travemünde macht großen Spaß“, sagt er, doch so viel Trubel an Land wie bei der Travemünder Woche wäre er nicht gewohnt, da er aus eine eher ländlichen Gegend kommt.

Bei den RS 800 dominieren ebenfalls die britischen Teams das Feld. An der Spitze gab es indes einen Wechsel. Monique Vennis-Ozanne/Hugh Shone fielen aufgrund technischer Probleme auf Rang zwei zurück. Louis Johnson und Lucy Hewitson nutzten die Chance und übernahmen die Führung. Auf dem dritten Platz liegen nach wie vor Blake und Brett Tudor. „Die Bedingungen waren heute besser, und das Segeln hat viel Spaß gemacht. Gestern waren die Wellen wirklich ein Problem. Leider konnten wir die Führung nicht behalten. In der dritten Wettfahrt nahm der Wind wieder ordentlich zu“, sagt Monique Vennis-Ozanne. In Travemünde startet sie das erste Mal und ist voll des Lobes für die Travemünder Woche. „Die Stimmung und die Nähe zum Festival sind großartig“, findet die Britin.

RS Venture Connect (Europameisterschaft)
Nachdem die inklusive Klasse RS Venture Connect am Samstag in Absprache mit der Wettfahrtleitung auf den Start verzichtete, stiegen die Seglerinnen und Segler nun mit zwei Wettfahrten in ihre Europameisterschaft ein. Gestartet wird in drei Gruppen, da nicht alle Teams ein eigenes Boot mitgebracht haben. Aus Zeitgründen konnten nur zwei der drei Gruppen Ergebnisse ersegeln. Die dritte Gruppe macht daher am Montag den Auftakt bei den RS Venture Connect und holt ihre Rennen nach. Im Anschluss sind für alle drei Gruppen zwei weitere Wettfahrten geplant, bevor es am Dienstag um den EM-Sieg geht.

Am Ende des heutigen Wettfahrttages teilten sich zwei Teams – Adam und Shaun Billany aus Großbritannien sowie der WM-Medaillengewinner Pedro Câncio Reis und Teodoro Cândido aus Portugal – Platz eins. Ebenfalls punktgleich beendeten zwei deutsche Teams von „Wir sind Wir“ den Wettfahrttag und lagen gemeinsam auf Platz drei: Dirk Thalheim und Stefanie Brix sowie Carsten Sibbert und Johannes Hans Nee.

Während die RS 500, 700 und 800 sowie die RS Tera und die RS Venture Connect am Montag ihren vorletzten EM-Tag haben, starten die RS Aero erst in ihre Europa- und Jugendweltmeisterschaft.

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