Weinkultur abseits des großen Trubels

Stefanie und Andreas Winkler mit ihren Kindern Felix (v. l.) , Mia und Leonie sind begeistert von der Travemünder Woche. Foto: Katrin Heidemann

Weinfreunde kommen bei der 130. Travemünder Woche im Weincarrée am Nordende des Eventgeländes auf ihre Kosten. An fünf Weinständen etwas abseits der großen Besucherströme schenken Winzer und Weinunternehmen Wein aus vier verschiedenen Anbaugebieten Deutschlands sowie Frankreich aus.

Viele der angereisten Winzer sind bereits alte Bekannte bei der Travemünder Woche. So sind die Besitzer des Weinguts Berg aus Bechtholsheim in Rheinhessen schon seit gut zehn Jahren immer wieder mit einem Stand bei der Segelwoche vertreten. „Mein Mann, mein Sohn und ich betreiben ein kleines, nur vier Hektar großes Familienweingut. Alles, was wir hier verkaufen, ist von uns produziert, auch der Secco in den Winzer-Cocktails“, erzählt Ulrike Berg, die sich freut, jedes Jahr wieder viele Stammkunden am Stand begrüßen zu können. Am meisten nachgefragt wird bei der Travemünder Woche laut der Winzerin jedes Jahr Weißwein. Außerdem empfiehlt die Winzerinnen besonders bei warmen Temperaturen ihre Winzer-Cocktails auf Eis, wie den Aperol Sprizz mit hauseigenem Secco Bergolino oder ein „Bergfeuer“ mit einem Erdbeer-Chilli-Likör und Secco.

Ebenfalls seit zwölf Jahren im Wein-Viertel der Travemünder Woche mit von der Partie ist das Weingut Winkler aus der Pfalz, ein Familienunternehmen, bei dem die ganze Familie mithilft. Stefanie und Andreas haben ihre Kinder Mia, Leonie und Felix mitgebracht, die begeistert am Stand mit anpacken. „Am beliebtesten sind hier immer die Burgunder. Besonders der Grauburgunder wird viel bestellt. Außerdem haben wir Liköre und Schnäpse im Programm“, sagt Stefanie Winkler. Seit Generationen bauen die Winklers Wein an. Bei ihren Aufenthalten bei der Travemünder Woche haben sie ihr Herz an die Region Lübecker Bucht verloren. Deshalb eröffneten sie in Travemünde das Weinlokal „Der kleine Winkler“. „So sind zumindest unsere Weine dauerhaft in Travemünde vertreten, auch wenn wir wieder auf dem Weingut sind“, freut sich die Winzerin.    

Zu den Ständen des Weincarrées rund um die Fontäne zählt außerdem die Winzergenossenschaft Meissen, die etwa 145 Hektar und somit ein Drittel der sächsischen Anbaufläche, unter anderem auf Sachsens Vorzeigelagen wie Seußlitzer Schlossweinberg, Pillnitzer Königlicher Weinberg und Radebeuler Goldener Wagen, bewirtschaftet. Eine Besonderheit an dem Stand aus Sachsen ist der Goldriesling mit einem feinwürzigen Bouquet. Die aus dem Elsass stammende Rebsorte gibt es vorwiegend nur noch in Anbaugebiet der Winzergenossenschaft. Sie ist aus einer Kreuzung von Riesling und Frühem Gelben Malinger entstanden.

San Vino heißt ein weiterer Weinstand im Carrée mit einem Schwerpunkt auf klassischen französischen Weinen aus der Region Burgund. Zum Wein bieten die Standbetreiber typisch französische Speisen an. Neben Käse stehen Riesengarnelen, Austern und Burgunder Weinbergschnecken auf der Speisekarte.

Das Privat-Weingut-Schmitt aus Bergtheim aus Franken komplettiert das Angebot im Weinviertel. Die Betreiber bauen auf 30 Hektar Rebfläche 15 verschiedene Rebsorten an und haben nach Travemünde etliche Weißweine in den typisch fränkischen Bocksbeutelflaschen mitgebracht.

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