Abenteuer Travemünder Woche

Die Feva-Klasse hat sich in Plön stark entwickelt. Foto: Klaus-Dieter Seelig

Beim Schüler Ruder- und Segler-Verein Plön ist die Vorfreude groß für die Weltmeisterschaft der RS Feva. Die junge Gruppe stellt mit sieben Teams die größte Vereinsflotte bei diesen Titelkämpfen – und das, obwohl sich der Verein gerade erst auf die Nachwuchsskiffs fokussiert hat. Zu dieser Saison wurde die Feva-Flotte am Plöner See auf nunmehr neun Boote aufgestockt. Damit ist das idyllisch gelegene Vereinsgelände in Sichtweite des Plöner Schlosses der deutsche Hotspot der Klasse.



Anlass für den Umbau der Vereinsflotte war die Travemünder Woche. SRSV-Segler Mats Krüss wurde vor zwei Jahren vor Travemünde Deutscher Jüngstenmeister in der Teeny-Klasse. Als er dann wenig später hörte, dass die WM der Fevas zur TW ausgesegelt werden sollte, wollte er unbedingt dabei sein. Die Anfrage beim Club, ob es möglich sei, eines der bereits vorhandenen Boote zu chartern, mündete in der Neuanschaffung von vier Fevas durch den Club. Daraus entwickelte sich das Projekt WM-Teilnahme im SRSV. Nun hat sich Trainer Klaus-Dieter Seelig mit 14 Jugendlichen auf dem Grünstrand eingerichtet, um in das Abenteuer der globalen Titelkämpfe zu starten.

Die Ambitionen bei den Plöner Jugendlichen für die WM sind sehr unterschiedlich. Während Klaus-Dieter Seelig für das Team Mats Krüss/Vivien Joost Chancen sieht, sich im Vorderfeld zu platzieren, geht es für die anderen darum, das Flair zu genießen und zu lernen. „Die Leistung soll natürlich stimmen, aber wir wissen noch nicht so genau, wo wir uns einzuordnen haben“, sagt Mats Krüss, während Meena Bromisch, die mit Vivien Joost segelt, sagt: „Ich segele seit drei Jahren beim SRSV, freue mich auf die Travemünder Woche und erhoffe mir Spaß mit meinen Freunden. Das ist meine erste Travemünder Woche und es wird spannend. Ich freue mich auch auf die Erfahrung, mal solch eine Regatta zu segeln.“ Gern möchte sie dabei auch Segler aus den anderen Ländern kennenlernen.

In der Vorbereitung auf die WM agierten die Plöner nicht nur für sich, sondern schlossen sich mit den anderen Vereinen aus Schleswig-Holstein auch zu einem Trainingslager an der Schlei zusammen, das vom Landesverband SVSH organisiert wurde. Damit gab es zumindest einen lokalen Leistungsvergleich. Wie es aber nun im Vergleich zur internationalen Konkurrenz aussehen wird, ist für alle noch eine große Unbekannte.

Die Ausweitung der Feva-Flotte beim SRSV sieht Hauke Krüss, Vater von Mats, mit viel Freude. „Die Ausrichtung des Vereins ist es, die Jugendlichen von der Schule ans Segeln heranzuführen. Und die Feva ist für Vereine ein sehr gut geeignetes Boot dafür“, sagt der erfahrene Regattasegler. Club-Trainer Seelig jedenfalls freut sich, dass der Verein das Projekt zur WM erfolgreich umgesetzt hat: „Glücklicherweise hat uns der Verein bei der Idee massiv unterstützt und gleich noch ein paar Feven angeschafft. Das war eine erhebliche Kraftanstrengung. Trotz Corona haben wir es zudem geschafft, ein Trainingsprogramm auf die Beine zu stellen, so dass wir glauben bei der WM auftauchen zu können.“

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