Regatta News

Regattaprogramm nah am Maximum

Die 128. Travemünder Woche war aus Sicht der sportlichen Leitung nichts für schwache Nerven. Schwachwind, Sturmböen, Gewitterwarnungen und immer wieder heftiger Regen wechselten sich munter mit guten Segelbedingungen ab. In diesem Szenario die richtigen Fenster für die Ausrichtung der Wettfahrten zu finden, war eine Herausforderung. Eine schwierige Aufgabe, deren Lösung mit Bravour gelang. Denn mit wenigen Ausnahmen konnte für die Klassen das komplette geplante Programm angeboten werden.

 

TW-Seebahn empfiehlt sich für größere Aufgaben

Zum Abschluss der Segelwettbewerbe zeigte sich die Travemünder Woche noch einmal von ihrer besten Seite. Nach dem Abzug des morgendlichen Gewitters riss der Himmel auf und auf der Seebahn herrschte eine kräftige Brise, um den seegehenden Yachten für die SAP Up and Down und den J/22 bei ihren German Open noch zwei Wettfahrten aus dem Bilderbuch zu liefern. Die Lübecker Crew von Svend Hartog konnte sich dabei allerdings als Kurzarbeiter betätigen, denn nach der ersten Wettfahrt stand sie bereits als Meister der J/22 fest und segelte daraufhin in den Hafen, um die Feier zum Gewinn des German-Open-Titel einläuten zu können.

 

TW-Ehrenamt als Familien-Aufgabe

Andere nehmen Urlaub, um zu verreisen. Mandy und Michael Möller nutzen ihre freie Zeit, um sich ehrenamtlich auf der Travemünder Woche zu engagieren. Seit mehr als anderthalb Jahrzehnten zählen sie zum TW-Team. Mandy Möller leitet den Ergebnisdienst, ihr Mann ist für die Organisation der Schlauchboote zuständig. Von klein auf an mit dabei: Jette, die zweieinhalbjährige Tochter des Paars.

 

„Mädchen für alles“ mit viel Spaß

Ihr Arbeitstag beginnt um 7 Uhr und endet nicht selten erst um 22 Uhr: Als Assistenten des Principal Race Officers (PRO) Brian Schweder übernehmen zur Travemünder Woche Jule Rohlf, Alexander Lietsch und Philipp Dörges jegliche Kommunikation zwischen Oberster Wettfahrtleitung, Seglern und Orga-Team.

 

29er bringt die Jugend in Geschwindigkeitsrausch

Die noch junge Bootsklasse 29er trifft den Nerv der Zeit. Mit dem Nachwuchs-Skiff lassen sich Geschwindigkeiten von weit über 20 Knoten erzielen, und „gerade das Geschwindigkeitspotenzial fasziniert die Jugendlichen“, erzählt Jörg Becker, Vorsitzender der 29er-Klassenvereinigung. Nicht nur Windbedingungen und seglerisches Geschick lassen die kleinen Skiffs vor allem unter Gennaker über das Wasser flitzen. Einen relevanten Faktor spielt insbesondere das Gewicht der Crew, das im Idealfall bei rund 120 Kg liegt.

 

Starkwindcrews stürmten auf das Treppchen

Der Abschlusstag der Internationalen Deutschen Jugend- und Jüngstenmeisterschaften zur Travemünder Woche wurde für die Crews noch einmal zu einer echten Herausforderung. Starker Wind im Mittel und einige kräftige Böen bildeten den Rahmen für anspruchsvolle Finals. Nicht alle Klassen wurden bei diesen Bedingungen auf das Wasser geschickt. Die Bahn Golf mit den Surfern, Teenys und O'pen Bic verzichtete auf einen Start. Die Piraten-Segler entschieden sich selbständig zu passen und stimmten das komplette Fernbleiben der Flotte mit der Wettfahrtleitung ab. Die kleinen Optimisten, die Laser, die kippeligen 29er, die 420er und die Europes gingen indes auf das Wasser und segelten ihr komplettes Meisterschaftsprogramm.

 

Mit dem Wind kamen die Veränderungen

Mit dem Einstieg in die finale Phase der Internationalen Deutschen Jugend- und Jüngstenmeisterschaften (IDJM) änderten sich die Windbedingungen für die rund 900 Teilnehmer in den elf Disziplinen. Waren in den ersten Tagen vor allem die Leichtwindspezialisten im Vorteil, kamen nun die Crews zum Zuge, die es gern etwas windiger mögen. Das sorgte in diversen Klassen auch für Veränderungen in den Ergebnissen – einschließlich einiger Führungswechsel. Während die Jugendlichen bereits seit Montag im Meisterschaftsrhythmus sind, legten die J/22 am Freitag mit ihren German Open erst los.

 

Opti Team Race: „Chaos Team Europa“ siegt vor Frankreich

Das „Chaos Team Europa“ ist Sieger bei der German Open im Opti Team Race. Helena Wolff und die Brüder Roko, Mic und Bo Mohr (Plau) setzten sich gegen 16 Teams aus Deutschland, Brasilien und Frankreich durch. Durch einen 2:0-Sieg im Finale gegen Frankreich stand das Team vorzeitig als Sieger fest.

 

Langstrecken-Zieleinlauf mit Tücken

Ein Rennen durch die Nacht birgt so manche Tücken, und selbst der Zieleinlauf bei Tage ist nicht ohne Hürden. Diese Erfahrungen machten die elf Crews bei der Langstrecken-Regatta der Travemünder Woche, die die Crews auf verkürzter Strecke, und damit über 80 Seemeilen, aus der Lübecker Bucht in einem Bogen um Fehmarn führte, von dort nach Süden an die Mecklenburger Küste und schließlich wieder zurück in Richtung Travemünde. Das erste Schiff im Ziel war die Hamburger „Inschallah“ von Carl-Peter Forster.

 

Titelkämpfe spitzen sich allmählich zu

Der Wind zur 128. Travemünder Woche treibt weiter ein buntes Spiel mit den Jugend- und Jüngstenseglern auf den fünf Regatta-Bahnen. Doch in einem Windszenario mit einer Unterbrechung im Laufe des Nachmittags, als die leichte Brise zusammenbrach und sich erst neu aufbauen musste, gelang es den Wettfahrtleiterteams die Deutschen Jugend- und Jüngstenmeisterschaften weiter voranzubringen. Für die Klassen mit den großen Starterfeldern (Optimist, Laser Radial und 420er) endeten mit dem Donnerstag die Qualifikationsserien. Die Athleten werden nun ihrem Listenstand entsprechend in die finalen Gruppen eingeteilt, um in den verbleibenden beiden Tagen in den Goldflotten die Meister zu küren.

 

Teeny: eine Klasse, die Medaillen schaffen kann

Die Internationalen Deutschen Jüngstenmeisterschaften werden in Travemünde nicht nur bei den Optimisten ausgetragen, auch die Teenys segeln ihren Jüngstenmeister aus. 34 talentierte Crews zwischen 10 und 15 Jahren kämpfen um den Titel. Die besten Karten haben dabei Stefan Schmidt/Moritz Kretschmar (Seeburger See) in der Hand.

 

Strategiespiel für die Kleinsten

Premiere auf der Travemünder Woche: Die Optimisten-Klasse trägt im Rahmen ihrer Internationalen Deutschen Meisterschaft auch ein Team Race aus. Dabei gilt es, mit taktischem Geschick das gesamte Team nach vorne und die gegnerische Mannschaft nach hinten zu segeln.

Erfolgreicher Start in die Nacht

Die Seesegler sind in die Nacht entlassen. Um 18.15 Uhr schickte Wettfahrtleiter Uwe Wenzel die elf Crews auf den Kurs rund um die Lübecker Bucht mit dem Wendepunkt nördlich von Fehmarn .
Die LYC-Vorsitzende Andrea Varner-Tümmler gab bei leichten Winden den Startschuss. Der erste kurze Kreuzschlag führte vom Start vor Brodten Ost in Richtung Steilufer. Nach der Rundung der ersten Bahnmarke setzten alle Yachten den Spinnaker bzw. Gennaker und zogen in Richtung Nordosten davon.

 

Mädchen-Power im 420er

Gleich auf zwei bedeutenden Veranstaltungen werden die Segler der 420er-Klasse momentan gefordert. Neben der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDJM) in Travemünde wird parallel um den Titel des Europameisters in Athen gesegelt. Trotzdem gehen rund 90 Segler der Klasse bei der IDJM an den Start und stellen damit das drittgrößte Regattafeld in Travemünde.

 

Segel-Übertragung in Echtzeit

Von überall in der Welt aus können Internetnutzer die Regatten der Travemünder Woche live und in Echtzeit mitverfolgen. Das Software-Unternehmen SAP macht es möglich. Jeder gesegelte Kurs wird erfasst, denn alle Boote der Wettfahrten sind mit GPS-Trackern ausgestattet.

 

Stefanie Schwarz pflegt die zarte Surf-Pflanze

In ganz Deutschland ist der olympische Surfsport zusammengebrochen. In ganz Deutschland? Nein! Als Einzelkämpferin hält Stefanie Schwarz die deutsche Fahne im internationalen Regattasport hoch. Soweit es ihre privaten Finanzen zulassen, nimmt die 22-Jährige an Worldcups sowie internationalen Meisterschaften teil. Vor Travemünde ist sie als Trainerin aktiv.

 

Jugendsegler in voller Fahrt auf Meisterschaftskurs

Freie Fahrt für die Jugendsegler zur Travemünder Woche: Die Internationalen Deutschen Jugend- und Jüngstenmeisterschaften haben nach der Sturm-Zwangspause am Dienstag nun Fahrt aufgenommen. In allen Klassen wurde versucht, Versäumtes nachzuholen, so dass nach dem dritten Meisterschaftstag ein gutes Programm in der Liste steht. Die Laser gingen am Mittwoch das erste Mal auf den Kurs. Sie hätten ihren Start am Dienstag haben sollen, mussten aber gleich zum Auftakt passen, wurden nun aber dreimal gefordert. Auch für den Donnerstag hat die Wettfahrtleitung um Gesamt-Wettfahrtleiter Brian Schweder entschieden, dass alle Flotten bis auf die Teenys für Nachhol-Rennen bereitstehen sollten.

 

Straffes Programm für die Laser-Favoriten

Gestern noch Laser 4.7 Weltmeisterschaft in Niewpoort/Belgien, ab morgen Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft (IDJM) in Travemünde. So sieht es der Zeitplan für die Laser-Segler Julia Büsselberg (Berlin) und Julian Hoffmann (Allgäu) vor.

 

50 Jahre Treue zu Travemünde

Ohne ein weiteres Rennen am heutigen Dienstag beendeten die zehn Trias-Crews ihre Travemünder Woche 2017. Und obwohl der Abschlusstag der Klasse von den Schauerböen verweht und vom Starkregen weggespült wurde, fühlten sich die 30 Segler mit ihrem Anhang doch wieder wohl in der Lübecker Bucht. Wie stets in den vergangenen 50 Jahren, denn mit Travemünde haben die Trias eine besondere Verbindung.

 

O'pen Bic – die Klasse, in der Gemeinschaft gelebt wird

Für 37 O'pen-Bic-Segler startete heute der nationale Höhepunkt der Saison: die Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft (IDJM). Doch für die noch recht junge Klasse zählt neben dem sportlichen Ehrgeiz vor allem „das Feeling, die gemeinsame Freude am Boot, das miteinander Segeln und das Pflegen eines freundschaftlichen Verhältnisses innerhalb der Klasse“.

 

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