Teeny: eine Klasse, die Medaillen schaffen kann

Stefan Schmidt/Moritz Kretschmar segeln in der Teeny-Klasse der Konkurrenz davon. Foto: segel-bilder.de

Die Internationalen Deutschen Jüngstenmeisterschaften werden in Travemünde nicht nur bei den Optimisten ausgetragen, auch die Teenys segeln ihren Jüngstenmeister aus. 34 talentierte Crews zwischen 10 und 15 Jahren kämpfen um den Titel. Die besten Karten haben dabei Stefan Schmidt/Moritz Kretschmar (Seeburger See) in der Hand.

Bei durchschnittlich acht Knoten konnten die Teenys am Donnerstag zwei weitere Wettfahrten segeln. Und Schmidt/Kretschmar bauten ihre Tabellenführung weiter aus. Mit elf Punkten Abstand hält die junge Crew die Verfolger Carlotta Meyer/Constantin von Cramon auf Distanz. „Ich bin mit der Leistung ganz zufrieden. Es ist gut gelaufen und wir wollen so weiter machen wie bisher“, erzählt Stefan Schmidt nach den Rennen. Bis auf ein halbes Jahr Opti-Ausbildung, um den Jüngstenschein zu erhalten, segelt der amtierende deutsche Vizemeister seit sieben Jahren Teeny.

Die Zweihandjolle bietet bereits den jüngsten unter den Nachwuchsseglern die Möglichkeiten mit Fock, Spinnaker und Trapez alle Facetten des Segelns kennen und verstehen zu lernen. „Viele wissen nicht, dass der Teeny auch als Einstiegsmodell zu Beginn des Segelns anstatt des Optis genommen werden kann“, berichtet Jens Hahlbrock, Vorsitzender der Teeny Klassenvereinigung. „Zwar ist der Teeny etwas schneller und auf Grund seiner Mehrfunktion ein bisschen schwieriger im Handling, aber ansonsten gibt es keine Unterschiede“, ergänzt Hahlbrock. Schon früh lernen die Kinder die Fähigkeiten des Steuermanns und des Vorschoters gleichermaßen, denn der Wechsel in den Positionen gehört zu der Ausbildung im Teeny dazu. Auch Stefan ist vor seiner aktuellen Position des Steuermannes zwei Jahre als Vorschoter gesegelt.

Wie erfolgreich eine gute Segelausbildung im Teeny sein kann, zeigen die beiden Olympia-Bronzemedaillengewinner im 49er Erik Heil/Thomas Plößel. Zusammen begannen die Elitesportler ihre Karriere im Teeny in Berlin vor 16 Jahren. „Es war eine geile Zeit, in der wir zusammen geschweißt wurden. Durch diese Erfahrung und weil wir uns so lang kennen, haben wir in Rio richtig gut performen können“, erzählt Thomas Plößel.

Das führende Team bei der IDJM vor Travemünde segelt zwar erst seit knapp einem Jahr zusammen, aber nachdem sich die beiden Nachwuchssegler „aneinander gewöhnt haben, klappt es sehr gut“, so Schmidt. Bevor sich das Team zusammengefunden hat, segelte Stefan Schmidt mit Timo Wacke, der jedoch nach dem Gewinn deutschen Vizemeistertitels in die 420er-Klasse wechselte.

Auf die aktuell Zweitplatzierten Carlotta Meyer/Constantin von Cramon (Dümmer) folgen punktgleich die Brüder Nik und Oke Nommensen aus Plön, die im vergangenen Jahr den Titel in der gesonderten Altersklassen-Wertung der U14 gewannen. Bis zum Abschluss am Samstag stehen bei den Teenys noch vier Wettfahrten aus.

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