alert('Your browser has the javascript unable, please check this one before visit the website');

Travemünder Woche steuert auf Erfolgskurs

30.07.2016 14:56

Zuschauer auf der Meile bei den Trave Races der Travemünder Woche
Einen hohen Besucherstrom erlebte die Travemünder Woche in den vergangenen Tagen. Foto: segel-bilder.de

Der krönende Abschluss der Travemünder Woche mit dem Feuerwerk am Sonntagabend und eineinhalb Tage auf dem Wasser und an Land steht zwar noch aus, doch in einer vorläufigen Bilanz des Regatta- und Festivalevents haben sich Frank Schärffe, Geschäftsführer der Travemünder Woche gGmbH, und Uwe Bergmann, Geschäftsführer der Vermarktungsagentur UBA, sehr zufrieden geäußert über den bisherigen Verlauf. Die Travemünder Woche 2016 steuert auf ähnliche Besucherzahlen wie im vergangenen Jahr zu, konnte ihren Stellenwert bei Seglern, Besuchern und auch Sponsoren stärken.

Natürlich stand auch für die Travemünder Woche das Thema Sicherheit im Fokus: „In Zusammenarbeit mit Polizei und städtischen Behörden haben wir die richtige Konzeption angewendet. Die Zusammenarbeit mit unseren Sicherheitskräften lief sehr gut. Tatsächlich war das erste Wochenende sehr herausfordernd. Danach hat es sich im Laufe der Woche aber beruhigt“, sagte Uwe Bergmann. Unter dem Eindruck des Attentats von Nizza seien die Zufahrten auf das Festivalgelände besonders ins Auge genommen worden. „Es gab aber keinerlei Bedrohungslage. Es war also eine sichere Travemünder Woche, und das ist das Wichtigste“, sagte Bergmann.

Der Besucherandrang in den bisherigen neun Tagen war aus Sicht des Vermarkters und der Standbetreiber sehr gut. Ein weiteres gutes Wochenende vorausgesetzt, dürfte sich die Anzahl der Gäste auf dem Niveau von 2015 einpegeln, also bei 800.000 bis 850.000 liegen. „Die absolute Zahl ist aber nicht das Alleinige. Die Zufriedenheit bei Gästen und Standbetreibern ist ganz wichtig, und die ist sehr hoch. Die Kauflust ist da“, so Bergmann. Das liege an einem Programmangebot, das international bestandsfähig sei: „Wir bieten hier großes Kino. Der Ort muss sich in keiner Weise verstecken. Wir hatten Live-Acts wie Roachford aus London oder die Brüder Wingenfelder, die sonst große Arenen füllen. Und United 4 sorgt immer wieder für ein mitgehendes Publikum – das zeugt von Begeisterung. Natürlich gibt es Gäste in Travemünde, die sich dadurch auch gestört fühlen. Aber wir haben ein Lärmkonzept, das von den Behörden überprüft und bestätigt wurde. Ich bitte da auch um Verständnis: Travemünder Woche ist eben einmal für zehn Tage im Jahr.“

Glücklich mit dem Geschehen ist auch Frank Schärffe: „In der Organisation ist alles rund gelaufen. Viele unserer 300 bis 350 ehrenamtlichen Helfer kommen immer wieder und sind erfahren. Einige neue Ehrenamtler sind dazu gekommen und sind gleich mitgenommen worden von dem Flair der Travemünder Woche. Viele nehmen für die Travemünder Woche eine Woche Urlaub und genießen es, in dieser Zeit in eine ganz eigene Welt einzutauchen.“ Die Verzahnung von Regatta und Festival ist ein Alleinstellungsmerkmal und macht die Travemünder Woche nicht nur für die Besucher, sondern auch für die Ehrenamtler einzigartig.

Eine besondere Herausforderung war in diesem Jahr die Situation auf dem Priwall. „Die Einrichtung der Campingfläche war aufgrund der Bautätigkeit am Hafen schwierig, aber am Ende ist die Matzenwiese gut angenommen worden. In der Infrastruktur ist es mit festen Anschlüssen für eine Campingfläche noch optimierbar. Aber die Matzenwiese wird mit ihren 6000 Quadratmetern wohl die Hauptcampingfläche in den kommenden Jahren für die Segler bleiben“, so Schärffe. Als zweite Fläche können auf dem ehemaligen Krankenhaus-Areal noch 8000 Quadratmeter als Stellfläche für Wohnmobile und Trailer dazukommen.

Sorgen bereitet der Travemünder Woche – sowohl für das Festival als auch für die Unterbringung der Segler – die Überplanung des Kurgebietes. Die Verkleinerung der Parkflächen würde Besucher ebenso betreffen wie Segler, die auf den Arealen campen. Die Tornadowiese droht zudem als Fläche für Bootsklassen eingeschränkt zu werden. „Wird eine Reduzierung der Fläche des Leuchtenfelds um ein Drittel tatsächlich realisiert, dann brauchen wir dieses Areal allein für die Segler. Denn wir müssen wassernahe Flächen für den Regattabetrieb bieten“, so Schärffe. Aber auch die Vermarktung der Travemünder Woche funktioniert nur durch ausreichend Platz auf der Festivalmeile sowie im Hintergrund für Fahrzeuge von Standbetreibern und Besuchern. „Der Ort muss sich da Gedanken machen oder andere Ideen der Refinanzierung des Festivals entwickeln“, sagte Uwe Bergmann, und Frank Schärffe ergänzt: „Im Nachklapp der Travemünder Woche gibt es traditionell eine Ämter-Nachbesprechung, wo alle Beteiligten an einem Tisch sitzen. Da werden wir diese Themen besprechen. Das ist insgesamt ein steter Prozess. Seit der Olympia-Bewerbung – auch wenn diese letztlich nicht erfolgreich war – ist die Zusammenarbeit sehr gut geworden, es sind kurze Wege entstanden.“

Der Blick in die Zukunft ist für Frank Schärffe nicht nur aus diesem Grund sehr optimistisch: „Während der Woche haben wir viele Gespräche mit bestehenden und potenziellen Sponsoren geführt, und es stehen noch weitere Treffen an. Wir haben dabei erfahren, dass der Markenwert der Travemünder Woche sehr hoch ist. Nach jetzigem Stand bleiben unsere Partner an Bord, und es werden neue dazukommen.“

Zurück