Rund 250.000 Besucher am ersten TW-Wochenende

Bei Birgit Stamp-Oehme laufen die Daten und Fakten zur Travemünder Woche zusammen. Foto: segel-bilder.de
Foto: segel-bilder.de

Mit dem Abschluss des ersten Wochenendes ergab sich für Uwe Bergmann, den Geschäftsführer der Hamburger Agentur uba, die das Festival vermarktet, die Gelegenheit zu einer ersten Bilanz. Trotz eineinhalb Regentagen am Auftaktwochenende konnte Bergmann ein positives Fazit ziehen – in der Besucherzahl mit Potenzial nach oben, wenn sich das Wetter in der kommenden Woche bessert. Die Neuerungen in der Gestaltung des Festivalareals seien meist positiv aufgenommen worden, auch wenn an einigen Stellen noch nachjustiert werden müsse. Kritiker und Skeptiker wolle man bis zum kommenden Wochenende zu überzeugen versuchen, dass der eingeschlagene Kurs der richtige sei.

Die Travemünder Woche sei mit einem starken Freitag in ihre 128. Auflage gestartet, so Bergmann. Das gute Wetter zur Eröffnung lockte rund 80.000 Besucher in den ersten Stunden an das Festivalareal entlang der Travepromenade und der Strandallee. Dagegen spülte der Samstag mit dem Dauerregen die gute Stimmung unter den Ausstellern zunächst etwas hinweg. Den gesamten Tag über kam lediglich die gleiche Anzahl an Gästen wie am Freitag, und auch der Sonntag begann mit Regen. Mit dem Aufreißen der Wolkendecke setzte der Besucherstrom aber wieder ein, und die Organisatoren rechneten damit, dass bis zum Abschluss der ersten drei Tage rund 250.000 Besucher nach Travemünde gekommen sein sollten. „Damit sind wir sehr zufrieden, denn auch die Rahmenbedingungen mit der Verkehrssituation in Travemünde und um Lübeck ist nicht optimal. Insgesamt ist die Stimmung gut, auch wenn einige natürlich immer gern mehr hätten“, so Bergmann.

Die Änderungen des Festivalprogramms haben sich gut in Travemünde eingefügt. Dennoch gelte es, noch einige Skeptiker zu überzeugen. „Die Wandlung des Brügmanngarten von der Konzert-Arena zum Stadtwerke Lübeck Festivalgarten hat uns sicherlich am meisten beschäftigt. Aber das Areal ist sehr attraktiv geworden, die Besucher haben viele Gelegenheiten, um zu verweilen. Das war das Ziel“, sagt Bergmann. Einige Angebote brauchen indes noch etwas Zeit, um sich zu etablieren. Auch in der Verbindung zum neuen Holsten-Biergarten „Ankerplatz“ sollte noch nachjustiert werden. So wird der Biergarten jetzt zu einer Seite komplett abgeriegelt. In den ersten Tagen erwies sich der Durchlauf durch den „Ankerplatz“ als zu umständlich und eng. Mit einer klaren Beschilderung der Umwegung und dem Aufbau zusätzlicher Rampen sollten die Wege aber auch für Menschen mit Behinderung unproblematisch sein.

Die neue zentrale Musikbühne, die Stadtwerke Lübeck Bühne am Lotsenturm, war in den ersten Tagen unproblematisch zu bespielen gewesen. Durch das schlechte Wetter wurde es nicht zu drängelig vor der Bühne und eine Umwegung musste noch nicht greifen. Eine Bewährungsprobe wird das Areal an der Schnittstelle von Travepromenade und Strandallee wohl am Montag haben, wenn die Band „United4“ die Massen anlockt. „Alle Beteiligten haben ein sehr wachsames Auge darauf, so dass alles glatt laufen sollte“, so Bergmann. Insgesamt seien alle Änderungen mit den verschiedenen Gremien von Tourismuszentrale, Stadt, Hoteliers und Wirtschaft abgesprochen und stets transparent kommuniziert worden. Auch im Sicherheitskonzept gibt es eine enge Abstimmung zwischen den Veranstaltern und der Polizei. Und bisher sei es zu keinen Ereignissen gekommen, die zur Beunruhigung geführt haben. Die Lärmlast sei durch die neue Bühnenstruktur deutlich zugunsten der Gäste verbessert worden.

Die Analyse, wie sehr sich das neue Konzept bewährt habe, werde erst nach Abschluss der Travemünder Woche erstellt. „Wir werden dann sehen, ob das neue Konzept trägt und alle Seiten zufrieden sind. Das Ziel ist in jedem Fall, dass die Besucher ihren Spaß haben“, so Bergmann.

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