Nerven aufreibendes Finale in der Segel-Bundesliga

Der DTYC segelte mit guter Manövertechnik zum Sieg vor Travemünde. Foto: segel-bilder.de

„Die ersten sieben Plätze wurden mit nur drei Punkten Unterschied bei der 1. Segel-Bundesliga entschieden – das gab es noch nie“, so dokumentierte Joachim Hellmich, aus der Organisation der Segel-Bundesliga, die enge Entscheidung im Ligageschehen vor Travemünde. „Eine Leistungsdifferenz ist kaum noch vorhanden“, fügte er weiter hinzu. Tatsächlich hätte das Finale der Deutschen Segel-Bundesliga kaum spannender sein können. In Liga eins triumphierte der amtierende Deutsche Meister vom DTYC aus Tutzing, die Liga zwei gewann die SV Itzehoe.

Punktgleich mit 48 Zählern standen der Deutsche Touring Yacht-Club und der SMC Überlingen am Ende da. Die Entscheidung lieferte ein Wettfahrtsieg mehr der Tutzinger Crew: Vier erste Plätze zu drei Siegen des SMCÜ nach 16 gesegelten Flights verhalfen dem DTYC zum Gesamtsieg. „Es war ein harter Kampf für die Jungs. Dass es eng wird, vor allem nach hinten raus, war zu erwarten. Wir sind aber sehr glücklich, dass am Ende doch alles gut gelaufen ist und werden Travemünde in guter Erinnerung behalten“, erzählte Teammanager Michael Tarabochia sichtlich erleichtert.

Der Potsdamer Yacht Club (PYC) segelte mit nur einem Punkt Abstand zum Zweitplatzierten auf Platz drei. Der DTYC kann sich gleich doppelt freuen. Mit dem Sieg zur TW übernahmen der Titelverteidiger auch die Führung in der Saisonwertung. Das Team vom Starnberger See verlässt damit den vierten Rang und löst den vorigen Erstplatzierten, den Norddeutschen Regatta Verein (Hamburg), in der Gesamttabelle ab. Die Hamburger rutschten in der Tabelle auf den dritten Platz, nachdem sie sich in Travemünde mit einem 9. Platz begnügen mussten.

Der Gastgeber und Ausrichter des vierten Spieltages der Deutschen Segel-Bundesliga – der Lübecker Yacht-Club – belegte Rang 13 und berichtete sichtlich unzufrieden, dass „es hätte besser ausfallen können“. „Angepeiltes Ziel war eine Platzierung zwischen dem fünften und dem neunten Platz“, so Maximilian Gebhard, Teammanager des LYC. „Es fehlte vor allem an Konstanz. Zudem führte einer von zwei Fehlstarts zu sieben Strafpunkten.“

Auch bei der Zweiten Segel-Bundesliga waren die ersten Plätze heiß umkämpft. Um den ersten Platz duellierten sich die Teams der SV Itzehoe und der Schlei SC. Mit nur einem Punkt Differenz entschied die SVI den Sieg für sich. Crew-Mitglied Julian Ramm sagte dazu: „Wir sind sehr zufrieden und glücklich. Gern hätte es auch eindeutiger sein können, denn der entscheidende Punkt fiel tatsächlich erst im letzten Flight, in der letzten Wettfahrt.“ Nur knapp hinter dem zweitplatzierten SSC segelte der Mühlenberger SC. In der Gesamtrangliste baute die SV Itzehoe ihre Führung aus. Es folgen der Flensburger SC und der ASV Warnemünde.

Nach Travemünde folgt für die Liga-Teams der fünfte Spieltag in Glücksburg vom 18. bis zum 20. August. Die Zweiten Bundesliga bestreitet in der Flensburger Förde sogar ihr Finale, die Erstligisten müssen noch vom 2. bis 4. November in Berlin ran.

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