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Mega-Aufwand für ein gesellschaftliches Ereignis

31.07.2016 15:15

Mit großem Aufwand wurde die nachtblaue "Sphinx" nach Travemünde gebracht. Foto: segel-bilder.de

Die Travemünder Woche hat stets viele Gesichter – an Land, vor allem aber auf dem Wasser. Den Kontrapunkt zu den hochmodernen Jollen auf den Regattakursen mit Gennakern und Trapez setzten einmal mehr die klassischen Zwölfer. Die Rennyachten, deren Vermessungsformel in den Anfängen des vergangenen Jahrhunderts entwickelt wurde, sind mit ihren langen Rümpfen und den hoch aufragenden Masten immer wieder der Hingucker in der Trave. Sie nach Travemünde zu segeln, ist immer wieder mit viel Engagement und großem Aufwand verbunden.

Besondere Anerkennung verdiente sich in diesem Jahr die Crew der Flensburger „Sphinx“ in Kooperation mit den Helfern von Seahelp. Um einen ausgeglichenen Wettkampf für das Bürgermeister-Rennen um den Volksbank Rotspon Cup zu gewährleisten, hatte Organisatorin Tanja Weichenhain kurzfristig die Flensburger für das Match Race begeistern können.

Die „Trivia“ und die „Cintra“ waren schon nach Travemünde gesegelt, doch die beiden Yachten stammen aus unterschiedlichen Zwölfer-Generationen, sind kaum vergleichbar. Daher suchte Tanja Weichenhain nach einer echten Konkurrentin für die „Trivia“ und fand sie in Flensburg: „Klasse, dass sich die Crew der ,Sphinx' spontan auf den Weg gemacht hat.“ Dieser Weg entpuppte sich allerdings als großes Hindernis, bevor die Mannschaft tatsächlich am Mittwochmorgen zum Duell bereitstand.

Um 7 Uhr morgens am Dienstag machte sich die Mannschaft auf den Weg, segelte durch den gesamten Tag, blieb dann aber in der kompletten Flaute vor Fehmarn hängen. Um 21.30 Uhr war klar, dass es aus eigener Kraft nicht mehr für einen rechtzeitigen Start beim Bürgermeister-Rennen reichen würde. Denn mit einem Motor ist der Zwölfer nicht ausgestattet. Also wurde in Travemünde nach Hilfe gefragt und bei den Motorboot-Fahrern von Seahelp gefunden. Kurzerhand machte sich ein Team mit dem gelben Schlauchboot auf den Weg, kam mitten in der Nacht bei der nachtblauen „Sphinx“ an und nahm das tonnenschwere Schiff in Schlepp. Mit sechs Knoten Fahrt ging es in die Lübecker Bucht. Um 4.30 Uhr machten Schlepper und Zwölfer schließlich in Travemünde fest – nach siebenstündiger Nachtfahrt.

„Toller Einsatz mit einem Mega-Aufwand. Aber der Volksbank Rotspon Cup ist eben eine gesellschaftliche Veranstaltung, für die wir gern einen wertigen Rahmen schaffen wollten“, sagte Tanja Weichenhain und bedankte sich ausdrücklich bei der Flensburger Crew für die spontane Bereitschaft, zur Regatta zu kommen, und bei Seahelp für die nächtliche Rettungstat.

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